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Ökostrom-Ausschreibung: Keine Gebote für Windkraftprojekte

26.11.2019 | Energienachrichten

In der jüngsten bundesweiten Ökostrom-Ausschreibung hat es kein einziges Gebot für Windkraftprojekte an Land gegeben. Stattdessen sind in der gemeinsamen Ausschreibung für Solar und Wind zum 1. November ausschließich Photovoltaik-Vorhaben angemeldet worden.

Wie die Bundesnetzagentur aktuell mitteilt ist die Solarausschreibung von 200.000 Kilowatt mit mehr als 500.000 gebotenen Kilowatt in über 100 Projekten sogar deutlich überzeichnet worden, so dass die Behörde letztlich nur 37 PV-Vorhaben genehmigen konnte.

Die Entwicklung sei "nicht wirklich überraschend", sagte ein Sprecher der Netzagentur. Planer von Windkraftprojekten hätten zuletzt eher an separaten Windausschreibungen teilgenommen als an Gemeinschaftsausschreibungen. Nichtsdestotrotz beschäftigt der stockende Ausbau der Windenergie aufgrund langwieriger Planungs-, Genehmigungs- und Gerichtsverfahren derzeit auch die Politik.

Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), kommentiert: "Kein einziges Gebot zum Bau von Windenergieanlagen an Land - die für die Energiewende fatale Entwicklung geht weiter. Den guten Ansätzen für beschleunigte Planungs- und Genehmigungsprozesse hat die Bundesregierung leider eine Windausbau-Bremse entgegengestellt: Die geplante 1.000-Meter-Abstandsregel, die bereits ab einer Siedlung mit fünf Häusern gelten soll, reduziert potenzielle Flächen für den Windenergieausbau drastisch - so lässt sich das Ziel nicht erreichen, 2030 65 Prozent des Stroms regenerativ zu erzeugen. Erfreulich dagegen sind die Ausschreibungsergebnisse für die Solarenergie. Sie ist ein wichtiger Pfeiler der Energiewende."

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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