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BUND: Abschaltplan für Atom- und Kohlekraftwerke

07.05.2018 | Energienachrichten

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat einen Abschaltplan für Atom- und Kohlekraftwerke vorgestellt. Die Berechnung, die unter anderem auf Daten der Bundesnetzagentur und der Übertragungsnetzbetreiber basiert, besagt, dass die Stilllegung der klimaschädlichsten Kohlekraftwerke bis 2020 und eine deutliche Beschleunigung des Atomausstiegs in Deutschland möglich seien, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.

"Deutschland hat im ersten Quartal 2018 im Durchschnitt die Stromproduktion von fünf großen Kraftwerken exportiert. Allein vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass die neue Bundesregierung sich nicht auf die kurzfristige Stilllegung der klimaschädlichsten Kohlekraftwerke verständigt hat", sagt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. "Wir wollen mit unserer Analyse zeigen, dass viel mehr möglich ist, wenn der politische Wille dazu vorhanden ist."

In seiner Abschaltliste für Kohlekraftwerke nennt der BUND die Blöcke, die als erstes stillgelegt werden müssten, um das eigentlich schon aufgegebene Klimaziel 2020 noch erreichen zu können. Hierbei handelt es sich um alle größeren Kohlekraftwerke, die vor 1990 ans Netz gegangen sind. Mit deren Stilllegung würde sich die Kohlekapazität am Strommarkt auf 20 Gigawatt reduzieren.

Parallel zur ersten Phase des Kohleausstiegs empfiehlt der BUND ein schnelleres Abschalten der Atommeiler als gesetzlich vorgesehen. Die sieben aktuell noch aktiven Kernkraftwerke seien ein permanentes Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung und müssten so schnell wie möglich stillgelegt werden, so die Berliner Umweltschutzorganisation.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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