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Energiewirtschaft im stärksten Wandel seit Jahren

27.09.2017
Energiewirtschaft im stärksten Wandel seit Jahren

Die Energiewirtschaft befindet sich im stärksten Wandel seit Jahren. Viele Verbraucher streben nach Autarkie, suchen smarte, innovative Lösungen und wünschen sich dabei einen zentralen Ansprechpartner für individuelle Angebote und Produkte. Dies besagt eine aktuelle Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint. Via Online-Umfrage wurden mehr als 1.000 Bundesbürger zu ihren Erwartungen und Meinungen zum Thema "Energieversorger der Zukunft" befragt.

Laut Studie ist das Angebot an energienahen Produkten und Dienstleistungen bereits für 64 Prozent der Energiekunden relevant, wenn es um die Auswahl ihres Stromversorgers geht. Dazu zählen beispielsweise Effizienz- und Energiesparprodukte, Smart-Home- und Smart-Meter-Lösungen sowie dezentrale Energieanlagen. Rund zwei Drittel der Befragten können sich grundsätzlich vorstellen, diese Dienstleistungen von ihrem Stromversorger zu beziehen. Ebenso viele wären zudem daran interessiert, energieferne Dienste wie Internet und Telekommunikation sowie Mobilität künftig von ihrem Stromversorger zu erhalten.

Wie die Studie zeigt, setzen mehr als 80 Prozent der Befragten Vertrauen in Stadt- und Regionalwerke als auch in die großen Energieversorger, wenn es um die Bereitstellung von energienahen Dienstleistungen geht. Knapp zwei Drittel können sich entsprechende Angebote aber auch von spezialisierten Start-ups vorstellen. Deren Vorteil: Sie können sich speziell auf ihr Geschäftsmodell fokussieren und in kurzer Zeit enormes Fachwissen aufbauen. Obwohl auch Internet- und Technikkonzerne wie Google, Tesla und Apple verstärkt versuchen, mit innovativen Angeboten in den Energiemarkt vorzudringen, trauen überraschenderweise nur knapp 25 Prozent der Befragten diesen Anbietern energienahe Services zu.

Marion Schulte, Partnerin und Leiterin Utilities Deutschland bei BearingPoint, kommentiert: "Insgesamt macht die Studie deutlich, dass das Interesse an innovativen energienahen als auch energiefernen Dienstleistungen groß ist - vor allem bei der jüngeren Generation im Alter von 20 bis 40 Jahren. Es ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten zukünftig weiter steigen wird. Darauf muss die Energiewirtschaft vorbereitet sein."

© 2017 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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