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Tipp: Beim Immobilienkauf auf kommunale Wärmevorschriften achten

17.06.2016 | Energienachrichten

Die Allianz Freie Wärme, ein Zusammenschluss von Initiativen, Verbänden und Unternehmen, empfiehlt Immobilieninteressenten, sich frühzeitig über die erlaubten oder auch nicht erlaubten Möglichkeiten der Wärmeerzeugung zu informieren. Oftmals würden bestimmte Anschluss- und Benutzungszwänge oder auch konkrete Verbrennungsverbote durch kommunale Vorschriften verhängt. Im Ernstfall würden langfristige Wärmelieferträge ohne Wechselmöglichkeiten zu anderen Anbietern oder Heizungstechniken drohen. Verbraucher seien dann in ihren Möglichkeiten der Wärmeerzeugung stark eingeschränkt und zumeist von einem Energieversorger langfristig abhängig.

Neue Bauleitplanverfahren, Brennstoffverordnungen, Fernwärmesatzungen und ähnliche Anordnungen seien Anzeichen für mögliche, die Heizungswahl stark einschränkende Vorschriften, so die Allianz Freie Wärme. Diesbezügliche Informationen könnten üblicherweise in den Bauämtern der Kommunalverwaltungen eingeholt werden. "Will man sich gemeinsam mit anderen Bürgern gegen diese Reglementierungen wehren, bleiben in diesen kommunalen Entscheidungsprozessen oft nur vier bis sechs Wochen Zeit, die man hat, um die nachweislichen Vorteile dezentraler Heizungstechnologien vorzubringen", erklärt Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz, die darauf hinweist, dass in bundesweit mehr als 1.100 Fällen die freie Wahl der Heizungstechnik und des bevorzugten Energieträgers für Immobilienbesitzer, Vermieter und Mieter nicht mehr möglich sei.

Setzen Städte und Gemeinden bei der Strom- und Wärmeerzeugung auf Nah- oder Fernwärme, sprechen sie in vielen Fällen Anschluss- und Benutzungszwänge sowie Verbrennungsverbote aus, um damit die Wirtschaftlichkeit ihrer Systeme abzusichern. Von Verbraucherschützern werden solche monopolartigen Wärmenetze aufgrund fehlender Transparenz und hoher Abhängigkeit der Kunden scharf kritisiert, denn konkret bedeutet dies, dass individuelle und effiziente Heizungstechniken wie Brennwertkessel, Pelletöfen oder Solarthermieanlagen nicht mehr zum Einsatz kommen dürfen. Diese sind in vielen Fällen aber nicht nur verbraucherfreundlicher, sondern unter Umständen auch klimaschonender sowie langfristig kostengünstiger.

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Björn Katz, Redaktion GasAuskunft

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