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Haushalte zahlen 100 Millionen Euro für abgeregelten Ökostrom

23.07.2015
Haushalte zahlen 100 Millionen Euro für abgeregelten Ökostrom

Deutsche Haushalte haben im Jahr 2014 so viel für die Zwangsabregelung von überschüssigem Ökostrom bezahlt wie nie zuvor. Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins "Capital" überschritten die Entschädigungen an die Betreiber von EEG-Anlagen erstmals die Grenze von 100 Millionen Euro. 2013 lag die Summe noch bei knapp 44 Millionen Euro. Allein die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und 50Hertz, in deren Versorgungsgebieten im Norden und Osten des Landes der weitaus größte Teil der deutschen Windkraftleistung installiert ist, zahlten zusammen rund 80 Millionen Euro für nicht ins Netz eingespeisten Strom.

Bei den betroffenen Anlagen handelt es sich in neun von zehn Fällen um Windräder, die wegen zeitweiser Überlastungen der Stromnetze aus dem Wind gedreht werden müssen. Die Entschädigungen für die Eigentümer werden über die Netzentgelte von den Stromkunden bezahlt. Auch für dieses Jahr erwarten die Netzbetreiber eine weitere drastische Zunahme der Eingriffe. Allein für Tennet würden die Kosten voraussichtlich 150 Millionen Euro erreichen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Urban Keussen, gegenüber Capital: "Die Erneuerbaren drücken ins Stromnetz und es gibt immer mehr Netzengpässe, die wir nur entlasten können, indem wir sogar Windkraftanlagen abregeln." Tennet betreibt unter anderem die Stromautobahnen in Schleswig-Holstein, wo besonders viele Windparks am Netz sind. Das Unternehmen rechnet damit, in diesem Jahr mehr als eine Million Megawattstunden Windstrom abregeln zu müssen.

Die sprunghaft steigenden Kosten für die Abregelung von Windrädern seien eine Folge des rasanten Ausbaus regenerativer Energien, insbesondere der Windkraft auf hoher See. Entlastung versprechen sich die Unternehmen vom weiteren Netzausbau, den Bund und Länder im Zuge der Energiewende beschlossen haben. "Wir brauchen dringend neue Stromverbindungen von Nord nach Süd, um den Windstrom aus Norddeutschland abzutransportieren", so Tennet-Chef Keussen. Dabei spiele insbesondere die strittige SuedLink-Trasse von Schleswig-Holstein nach Bayern eine zentrale Rolle.

© 2015 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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