Energy Price Data Lab: Aktuelle Strompreise & Stromvergleich
Knapp 41 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms stammten im ausklingenden Jahr 2021 aus erneuerbaren Energien. Damit liegt die Ökostrom-Quote niedriger als im Vorjahr, als Wind, Sonne und Co. knapp 44 Prozent des deutschen Strommixes lieferten.
Vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen: In der Gesamtbilanz 2021 ist der grüne Anteil im deutschen Strommix gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das hat zwei Hauptursachen: So trugen einerseits die Witterungsverhältnisse maßgeblich zum Rückgang der Erneuerbaren bei. Zwar nahm die Stromerzeugung aus Solarenergie um fast fünf Prozent zu, aber insbesondere die erste Jahreshälfte war verhältnismäßig windarm. Andererseits stieg der Stromverbrauch infolge der konjunkturellen Erholung nach Beendigung zahlreicher Lockdown-Maßnahmen 2021 wieder an, was sich dämpfend auf den Anteil der regenerativen Energien ausgewirkt hat.
"Die neue Bundesregierung hat sich ambitionierte Ziele für den Erneuerbaren-Ausbau gesetzt. Bis zum geplanten Erneuerbaren-Anteil von 80 Prozent im Jahr 2030 liegt aber noch ein großes Stück Arbeit vor uns - insbesondere mit Blick darauf, dass der Stromverbrauch in den kommenden Jahren voraussichtlich deutlich ansteigen wird", kommentiert Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.
Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de
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