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Neue Stromseile könnten Netzausbau erleichtern

29.11.2011 | Energienachrichten

Der dringend notwendige Ausbau des deutschen Stromnetzes könnte möglicherweise unproblematischer werden als bislang angenommen. Denn durch die Modernisierung mit sogenannten Hochtemperaturleiterseilen ist es möglich, die doppelte Menge Strom durch die Trassen zu leiten. Wie eine aktuelle Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) belegt, wäre diese Art der Netzertüchtigung wirtschaftlicher als ein Netzausbau mit herkömmlichen Stromseilen. Würden lediglich die Leiterseile ausgetauscht, könnten die vorhandenen Strommasten weiter verwendet werden.

Bei einem Szenario mit einer 200 Kilometer langen Stromtrasse wäre die Ertüchtigung durch ein neues Stromseil laut Studie um knapp 20 Prozent günstiger als der komplette Ersatz der Strecke mit neuen Masten und herkömmlichen Seilen. Dr. Ralf Puffer, von der Leitung des RWTH-Instituts für Hochspannungstechnik: "Moderne Hochtemperaturleiter mit geringem Durchhang können bei der Ertüchtigung vorhandener Leitungen eine wirtschaftlich günstige Alternative zum Neubau einer Leitung sein. Hochtemperaturleiter haben im Gegensatz zu älterer Technik den Vorteil, dass sie einerseits sehr hohe Ströme führen können, und andererseits in der Regel gegen einen vorhandenen Leiter auf bestehende Masten ausgetauscht werden können. Das senkt Kosten und spart Zeit, denn die hier notwendigen Genehmigungsverfahren sind vergleichsweise kurz."

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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