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Netzentgelte für Strom und Gas steigen um 25 Prozent

Netzentgelte für Strom und Gas steigen um 25 Prozent

17.10.2022 | Energienachrichten

Die hohen Energiepreise in Deutschland könnten sich im kommenden Jahr durch einen zusätzlichen Faktor nochmals verteuern: Nach ersten Auswertungen steigen die Netzentgelte für Strom und Gas 2023 deutlich.

Netzkosten treiben Strom- und Gaspreise weiter in die Höhe

Wie der Hamburger Ökoenergieanbieter LichtBlick aktuell berechnet hat, steigen die Netzentgelte für Strom und Gas zum Jahreswechsel um durchschnittlich 25 Prozent. Für einen Musterhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden und einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden würde dies eine Zusatzbelastung von insgesamt knapp 170 Euro bedeuten.

Nach LichtBlick-Angaben summieren sich die jährlichen Kosten für die regionalen Verteil- sowie die großen Übertragungsnetze damit auf über 40 Milliarden Euro.

Zweifelhafte Kostenexplosion

"Wir sehen eine historisch einmalige Kostenexplosion", sagt Markus Adam, Chefjurist von LichtBlick. Es sei jedoch "zweifelhaft, ob sich die Mehrkosten allein durch höhere Energiepreise erklären lassen. Wir brauchen eine Aufarbeitung dieser Kostenexplosion. Sonst steht der Verdacht im Raum, dass Haushalte und Unternehmen deutlich zu viel für die Netze zahlen."

LichtBlick fordert, die Stromnetze durch eine Reduzierung der Netzbetreiber effizienter zu gestalten. So solle die Zahl der Verteilnetzgebiete von derzeit rund 900 auf 25 verkleinert und die vier Übertragungsnetzgebiete auf ein einziges vereinheitlicht werden. Adam: "Weniger Netzgebiete bedeuten geringere Kosten und eine effizientere Struktur für eine schnellere Energiewende."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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