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Stromausfall: Deutschland schlecht gerüstet

05.04.2011 | Energienachrichten

Nach einem unveröffentlichten Bericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag, der der "taz" vorliegt, ist Deutschland ausgesprochen schlecht für einen Tage oder Wochen andauernden Stromausfall gerüstet. Im Bericht heißt es unter anderem: "Unterstellt man das Szenario eines mindestens zweiwöchigen und auf das Gebiet mehrerer Bundesländer übergreifenden Stromausfalls, kämen die Folgen einer Katastrophe nahe." Der Innenausschuss des Bundestages hatte den vorliegenden Bericht in Auftrag gegeben.

Besonders dramatisch seien die Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls für Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeheime. Laut Bericht könne ein Mega-Blackout innerhalb einer Woche zum weitgehenden Zusammenbruch der medizinischen und pharmazeutischen Versorgung in Deutschland führen. Zwar sei die grundsätzliche Wahrscheinlichkeit eines Stromausfalls dieser Größe aktuell noch gering, allerdings könne davon ausgegangen werden, dass das Risiko eines solchen Szenarios in Zukunft steige. So könnte beispielsweise der Klimawandel zu extremeren Wetterlagen führen, die die Gefahr eines Blackouts erhöhen. Auch Terroranschläge oder Epidemien kämen als Ursache für einen großen Stromausfall in Frage.

Die Autoren des Berichts plädieren für die Entwicklung nachhaltigerer Strategien zur Bewältigung eines großflächigen Stromausfalls. Wichtige Infrastrukturen, so die Technikfolgen-Forscher, könnten etwa durch eine dezentrale Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien besser als bislang geschützt werden. Die Experten empfehlen deshalb regional begrenzte Inselnetze, die selbst bei einem Mega-Blackout weiterhin Strom erzeugen.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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