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Kaum Stromausfälle in Deutschland

Kaum Stromausfälle in Deutschland

26.10.2020 | Energienachrichten

Stromausfälle sind in Deutschland gegenüber dem Vorjahr erneut seltener geworden. Wie die Bundesnetzagentur Ende letzter Woche mitteilte, belief sich die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung in 2019 auf lediglich 12,2 Minuten pro Jahr und Haushalt.

Damit war der bundesweite Durchschnittsausfall um 1,71 Minuten kürzer als im Jahr 2018. 2006, im ersten Jahr der Statistik, belief sich die Blackout-Quote Deutschlands noch auf durchschnittlich 21,53 Minuten, also in etwa auf die doppelte Ausfallzeit.

Regionale Unterschiede bei Blackouts

Regional zeigen sich laut Datenerhebung der Netzagentur allerdings erhebliche Unterschiede: Während Haushalte im Saarland 2019 im Schnitt lediglich sieben Minuten keinen Strom hatten, lag der Mittelwert in Berlin bei 34 Minuten. Der negative Spitzenwert der Bundeshauptstadt geht auf einen Vorfall im Februar 2019 im Stadtteil Köpenick zurück, als bei Bauarbeiten Leitungen durchtrennt wurden und daraufhin mehr als 30.000 Haushalte und 2.000 Betriebe rund 30 Stunden ohne Strom auskommen mussten.

Stabile Versorgungssicherheit trotz Energiewende

Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur, ist zufrieden mit der Versorgungssicherheit in Deutschland: "Die Stromversorgung in Deutschland war auch 2019 sehr zuverlässig. Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität."

Auch der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) äußert sich positiv: "Das ist ein gutes Zeichen für den Strommarkt, der immer mehr auf den erneuerbaren Energien fußt", so BEE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm. Obwohl 2019 über 40 Prozent des Stroms in Deutschland aus Wind, Sonne und anderen regenerativen Quellen stammten, zeige die Statistik, dass die Angst vor zunehmenden Blackouts vor dem Hintergrund der fortschreitenden Energiewende unberechtigt sei.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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