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Diskussion um AKW-Sicherheit

13.09.2010

Die Bundesregierung will den Atomkonzernen erlauben, ihre sieben ältesten Reaktoren bis zum Ende ihrer Laufzeit ohne ausreichenden Schutz vor Flugzeugabstürzen zu betreiben. Das geht aus dem Entwurf für einen neuen Paragraphen des Atomgesetzes hervor, den die Umweltorganisation Greenpeace heute öffentlich macht. Greenpeace fordert Umweltminister Norbert Röttgen als obersten Verantwortlichen für die Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke auf, sich gegen die Novellierung des Atomgesetzes auszusprechen und bei der Kabinettssitzung am 28. September dem Entwurf die Zustimmung zu verweigern.

"Minister Röttgen muss jetzt Farbe bekennen. Er kann sich nicht öffentlich als Garant für die Sicherheit inszenieren und gleichzeitig dafür einsetzen, dass selbst die ältesten Atommeiler mit ihren hauchdünnen Hüllen nicht gegen einen Flugzeugabsturz geschützt werden sollen", so Tobias Münchmeyer, Atomexperte von Greenpeace. "Ein Weiterbetrieb ohne Nachrüstungen wäre unverantwortlich. Röttgen muss sich entscheiden, ob er Minister für die Umwelt oder die Atomkonzerne sein will. Sicherheit kennt keine Kompromisse."

Deutsche Atomkraftwerke sind noch immer unzureichend gegen einen möglichen Ernstfall aus der Luft geschützt. Die sieben ältesten Reaktoren würden nicht einmal dem Absturz einer kleinen Verkehrsmaschine vom Typ Airbus A320 standhalten. Bei der Ermittlung der erforderlichen Schutzmaßnahmen für Atomanlagen hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg erst im Juni dieses Jahres gefordert, es müsse für den Schutz vor Flugzeugabstürzen das größte in Betrieb befindliche Passagierflugzeug, der A380, zugrunde gelegt werden. Dieser Flugzeugtyp wiegt vollgetankt siebenmal so viel wie ein Airbus A320.

© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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