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Wintereinbruch lässt Strompreise steigen

09.02.2021 | Energienachrichten

Die aktuelle Kältewelle in Deutschland und weiteren Teilen Europas sorgt für eine steigende Stromnachfrage. Infolge der niedrigen Temperaturen sind die Preise an der europäischen Strombörse in diesen Tagen erheblich geklettert.

Kältewelle sorgt für hohe Stromnachfrage in Europa

Beispiel Frankreich: Dort wird vielfach mit Strom geheizt. Die aktuelle Kältewelle treibt den Strombedarf zeitweise so stark in die Höhe, dass das französische Versorgungssystem an seine Grenzen stößt. Frankreich ist deshalb auf Stromimporte angewiesen - unter anderem aus Deutschland, Belgien, Spanien und der Schweiz. Bei kältebedingt insgesamt steigender Nachfrage lässt dies die Börsenstrompreise merklich klettern.

Börsenstrompreise steigen

Der Wintereinbruch in Europa hat direkte Effekte auf die Preissituation an der Strombörse. So lag die Kilowattstunde Strom am gestrigen Montag im Day-Ahead-Handel für das Marktgebiet Deutschland bei 6,4 Cent pro Kilowattstunde - ein Plus von fast 80 Prozent. Am Dienstagmorgen werden sogar Preise von bis zu 8 ct/kWh erreicht.

Die hohen Großhandelspreise lassen die Margen der Stromerzeuger und Kraftwerksbetreiber wachsen. Auch das EEG-Konto profitiert, denn die höheren Verkaufserlöse für EEG-Ökostrom führen zu steigenden Einnahmen. EIne weniger gute Nachricht ist der Preisanstieg hingegen für die Stromverbraucher in Deutschland und Europa.

Keine direkten Auswirkungen auf Verbraucherstrompreise

Das aktuelle Preishoch an der Strombörse hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Stromkosten für Verbraucher, deren Tarife über den langfristigen Stromeinkauf kalkuliert werden. Aber: Viele Stromanbieter in Deutschland hatten mit Verweis auf gestiegene Beschaffungskosten zu Jahresbeginn erneute Strompreiserhöhungen vorgenommen. Es ist also davon auszugehen, dass auch die aktuelle Kältewelle früher oder später von den Versorgern eingepreist wird.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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