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Lokale Monopole bei Ladesäulen für E-Autos

19.09.2019 | Energienachrichten

Ein gestern in Berlin vorgestelltes Sektorgutachten der Monopolkommission bemängelt, dass in den meisten Regionen Deutschlands ein einziger Betreiber den Markt für Ladesäulen kontrolliert. Im bundesweiten Schnitt komme jeweils ein Betreiber auf mehr als 50 Prozent Marktanteil im lokalen Ladegeschäft.

Darüber hinaus stellt die Kommission fest: Die Kosten für Ladestrom liegen teilweise erheblich über dem Preis für Haushaltsstrom. Ohnehin sei die Abrechnungsweise häufig intransparent und die Kosten erst nach dem Laden ersichtlich.

"Das Gutachten der Monopolkommission ist ein Weckruf an die Politik", sagt Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft beim Ökostromanbieter LichtBlick. "Die Elektromobilität und die Kunden benötigen endlich ein dichteres Netz, mehr Transparenz über die Standorte, einheitliche Zugangsbedingungen und vor allem keine prohibitiven Preise für Ladestrom, die für die Kunden teuer und die schnelle Einführung der Elektromobilität kontraproduktiv sind."

LichtBlick und andere konzernunabhängige Stromanbieter fordern "die Einführung eines Durchleitungswettbewerbs an den Ladesäulen", so Lücking. "Diese heute im Strommarkt übliche Praxis muss auch beim Ladestrom uneingeschränkt gelten." Dies ermögliche allen Ladesäulenbetreibern ein profitables Geschäftsmodell und könne den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland mit marktwirtschaftlichen Mitteln beschleunigen.


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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