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Lärm durch Windkraftanlagen: Grenzwerte werden eingehalten

12.10.2018 | Energienachrichten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in ihrem neuen Bericht "Leitlinien für Umgebungslärm" Empfehlungen im Hinblick auf verschiedene Verursacher von Schallemissionen im Alltagsleben ausgesprochen - unter anderem auch für Windkraftanlagen.

Die WHO empfiehlt in ihrem Bericht, dass Schallemissionen aus Windenergieanlagen in der unmittelbaren Nähe von Wohngebieten tagsüber einen Wert von 45 Dezibel (dB) nicht überschreiten sollten, um negativen gesundheitlichen Auswirkungen vorzubeugen. Für den Betrieb von Windenergieanlagen bei Nacht wurde keine explizite Empfehlung ausgesprochen.

"In Deutschland sind die Schallemissionen von Windenergieanlagen bereits heute ein wichtiger Bestandteil der Immissionsrechtlichen Prüfung", erklärt Wolfram Axthelm, Geschäftsführer des Bundesverbandes WindEnergie (BWE). "Die strengen Vorgaben aus dem Bundesimmissionsschutzgesetz sind für Windenergieanlagen genauso wie für andere Gewerbeanalgen in der TA Lärm spezifiziert. Sie sind essentielle Grundlage für die Erteilung von Genehmigungen. In Teilen gehen die aktuellen Richtlinien der TA Lärm deutlich über die Empfehlungen der WHO hinaus. So bestehen klare Richtwerte für Schallemissionen aus Windenergieanlagen bei Nacht, die in allgemeinen Wohngebieten bei 40 dB liegen. Der Schutz von Anwohnern ist also bereits heute gelebte Praxis."

Für die WHO-Studie wurden die Lärmquellen Straßenverkehr, Schienenverkehr, Luftfahrt, Windenergie und Freizeitlärm untersucht. In den jeweiligen Empfehlungen wurde zwischen "dringend" ("strong recommendation") und "bedingt" ("conditional recommendation") unterschieden. Während die WHO die Empfehlungen in den Bereichen Straßenverkehr, Schienenverkehr, Luftfahrt und Freizeitlärm als dringend eingestuft hat, wird bei der Windenergie nur bedingt zum Handeln aufgerufen. Von den im Bericht untersuchten Sektoren ist die Windenergie der schwächste Lärmemittent.


© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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