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Bundesregierung stoppt chinesischen Einstieg ins deutsche Stromnetz

30.07.2018 | Energienachrichten

Die Bundesregierung hat den Einstieg eines chinesischen Unternehmens beim deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz verhindert. Stattdessen erwirbt die bundeseigene Förderbank KfW den aktuell zum Verkauf stehenden 20-prozentigen Anteil am Netzbetreiber, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte.

Bereits im Frühjahr war ein erster geplanter Einstieg des chinesischen Staatskonzerns State Grid Corporation of China (SGCC) ins deutsche Stromnetz verhindert worden. Anstelle eines Verkaufs nach China hatte der belgische Mehrheitseigner Elia weitere Anteile an 50Hertz übernommen und kam infolgedessen auf eine 80-prozentige Beteiligung. Elia machte im aktuellen Fall erneut von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch und erwarb das verbleibende 20-Prozent-Paket. Selbiges wird nun zu gleichen Bedingungen an die KfW weiterverkauft.

Aus dem Wirtschaftsministerium hieß es, die Bundesregierung habe aus sicherheitspolitischen Erwägungen ein hohes Interesse am Schutz kritischer Energieinfrastrukturen. Sowohl die Bevölkerung als auch die Wirtschaft müssten sich auf eine zuverlässige Energieversorgung verlassen können. Trotzdem sei die aktuelle Einigung nur eine Lösung auf Zeit, perspektivisch wolle man die Anteile an 50Hertz weiterveräußern.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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