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Initiative "Energiesprong" fördert serielles Sanieren

19.07.2018 | Energienachrichten

Die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) koordinierte "Initiative Energiesprong Deutschland" und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) haben einen Aufruf an Bauunternehmen gestartet, serielle Sanierungslösungen für den deutschen Markt zu entwickeln. Ziel des Programms ist es, in den nächsten zwei Jahren bundesweit Prototypen mit vorgefertigten Elementen klimaneutral zu sanieren und auf diese Weise einen möglichst breiten Sanierungsmarkt zu erschließen.

Das ursprünglich aus den Niederlanden stammende Energiesprong-Prinzip steht für einen digitalisierten und industrialisierten Bauprozess und wurde kürzlich mit dem "World Green Building Council Award" ausgezeichnet. Mithilfe von passgenau vorgefertigten Solardach- und Fassadenelementen sowie vormontierten Haustechnikmodulen wird ein Nullenergiestandard erreicht. Das heißt, die Gebäude produzieren über das Jahr ebenso viel Energie, wie für Heizung, Warmwasser und Strom benötigt wird. Die eingesparten Energiekosten fließen in die Refinanzierung, so dass eine Energiesprong-Sanierung ohne Mehrkosten für die Bewohner umgesetzt werden kann. Das Prinzip findet inzwischen auch in Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada und in den USA Anwendung. In Deutschland wird serielles Sanieren nach dem Energiesprong-Prinzip vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziert.

"Serielles Sanieren hat großes Marktpotenzial und kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn gerade im Gebäudebestand braucht die Energiewende mehr Tempo", so Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Bereits jetzt beteiligen sich neun Wohnungsunternehmen an der Energiesprong-Initiative. Für 60 Wohneinheiten werden bereits Prototyplösungen erarbeitet, für 57 werden aktuell Anbieter gesucht, weitere werden folgen. (...) International nimmt dieser Zukunftsmarkt bereits Fahrt auf. 4.500 Gebäude wurden bisher fertiggestellt, mehr als 18.000 weitere sind derzeit in der Planung. Diese Dynamik wünschen wir uns auch für Deutschland." Das gesamte Marktpotenzial im Mehrfamilienhausbereich beläuft sich nach Schätzungen der dena auf rund 500.000 Gebäude und rund 120 Milliarden Euro.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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