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Hamburger Energieunternehmen kritisieren die Energiepolitik des Bundes

26.06.2018 | Energienachrichten

Die Energieunternehmen der Metropolregion Hamburg stellen der Großen Koalition in Bezug auf ihre Energie- und Klimapolitik ein schlechtes Zwischenzeugnis aus. Einem aktuellen Stimmungsbild unter den rund 200 Mitgliedsunternehmen des Erneuerbare Energien Clusters Hamburg (EEHH) zufolge bezweifeln die Unternehmen, dass die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Energiewende-Ziele Deutschlands erreicht werden.

Besonders stark zeigen sich die Zweifel der Hamburger Energieunternehmen im Hinblick auf das von der Bundesregierung gesteckte Ausbauziel von 65 Prozent erneuerbaren Energien im Stromsektor bis 2030. Mehr als zwei Drittel der Branchenvertreter halten das Erreichen dieser Quote für unwahrscheinlich.

Befragt nach den ihrer Meinung nach wichtigsten Bedingungen für das Gelingen der Energiewende, nennen die Mitglieder des EEHH-Clusters folgende Maßnahmen: 84 Prozent halten eine Bepreisung des Klimagases Kohlendioxid für das richtige Mittel - entweder in Form eines CO2-Mindestpreises im europäischen Emissionshandel oder einer CO2-Steuer. Rund zwei Drittel halten darüber hinaus einen beschleunigten Ausbau des Übertragungsnetzes für essenziell, um grünen Strom in großem Maßstab von Nord nach Süd durchleiten zu können. Gut die Hälfte der Befragten schlägt eine Intensivierung der Sektorenkopplung vor.

"Die Mitgliedsunternehmen des Erneuerbare Energien Cluster Hamburg stellen der Bundesregierung nach den ersten 100 Tagen Amt in puncto Energiepolitik kein gutes Zeugnis aus. Der Ausbau der Übertragungsnetze kommt deutlich langsamer voran als geplant. Ein Grund unter vielen ist die mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Umfrage zeigt, dass in den Augen der Cluster-Mitglieder deutlich mehr unternommen werden muss, um die Bevölkerung für dieses Großprojekt zu gewinnen und den Ausbau mit deutlich mehr Elan anzugehen", so EEHH-Geschäftsführer Jan Rispens.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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