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Quecksilber: Deutsche Umwelthilfe warnt vor Billig-Energiesparlampen

21.02.2018 | Energienachrichten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt Verbraucher aktuell vor dem Kauf von Billig-Energiesparlampen, da diese zu hohe Mengen an gesundheitsgefährdendem Quecksilber enthalten können. Von einem akkreditierten Labor durchgeführte Analysen im Jahr 2017 hätten in 65 Fällen Überschreitungen des gesetzlichen Quecksilbergrenzwertes von 2,5 Milligramm in Energiesparlampen ergeben, so die DUH.

Im Normalbetrieb, darauf weist die Umwelthilfe ausdrücklich hin, seien Energiesparlampen ungefährlich und ungiftig. Technisch bedingt würden sie jedoch eine geringe Menge Quecksilber enthalten, die im Falle eines Bruchs freigesetzt werden könne.

"Dass wir bei Produkttests 65 Lampen mit zu viel Quecksilber festgestellt haben, ist ein Skandal. Hohe Quecksilberwerte in Energiesparlampen sind kein Zufall, sondern lassen sich auf billige und unpräzise Produktionsverfahren zurückführen. Durch die verantwortungslosen Praktiken Einzelner gerät eine Lichttechnologie in Verruf, die effizient und klimafreundlich ist", kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Laut Thomas Fischer, DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft, könne es, wenn bei der Herstellung von Energiesparlampen das Quecksilber mit der sogenannten Pillendosierung eingebracht werde, praktisch zu keiner Grenzwertüberschreitung kommen. Die immer noch häufig eingesetzte Tropfendosierung sei hingegen sehr ungenau und könne schnell zu Überschreitungen führen. "Die Tropfendosierung wird eigentlich nur zur Herstellung von Billigstware eingesetzt. Für Qualitätsprodukte wird in aller Regel die Pillendosierung genutzt, sodass Verbraucher auf Qualität achten und sich nicht am niedrigsten Preis orientieren sollten", rät Fischer.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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