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Solaranlage betreiben - So geht´s

Ist die Solaranlage einmal gekauft und installiert, können Verbraucher den Betrieb aufnehmen und eigenen Solarstrom produzieren. Dabei kommen direkt zu Beginn verschiedene Fragen auf:

  • Wie funktioniert die Wartung der Solaranlage?
  • Wie funktioniert die Stromeinspeisung?
  • Wie kann man die Anlage vor Schäden schützen?

StromAuskunft zeigt, was Sie beim Betrieb einer Solaranlage beachten müssen.

1. Wartung der Solaranlage

Eine regelmäßige Wartung der Solaranlage stellt sicher, dass diese effektiv arbeitet und so langfristig Erträge erwirtschaftet. Zudem verlangen einige Hersteller eine jährliche Wartung, damit die Garantieansprüche nicht erlöschen.

Regelmäßig Zustand ermitteln

Grundsätzlich sollten Verbraucher auf einen professionellen Wartungsdienst setzen. Den aktuellen Zustand können Verbraucher jedoch anhand verschiedener Anhaltspunkte selbst überprüfen. Kontrollieren Sie dazu regelmäßig die Erträge, die die Anlage erbringt und vergleichen sie diese Werte mit entsprechenden Datenbanken im Netz oder mit ihren eigenen Vorjahrswerten. Fällt hier ein deutlicher Rückgang der Erträge auf, sollte ein Fachmann die PV-Anlage kontrollieren.

Professionelle Wartung: Das sollten Verbraucher beachten

Viele Verbraucher schließen mit dem Anbieter, der auch ihre Solaranlage installiert hat, einen Wartungsvertrag ab. Dieser kennt die Anlage und ist so in der Lage, eventuelle Störungen schnell zu beheben. Was genau Vertragsbestandteil des Wartungsvertrags ist, variiert von Anbieter zu Anbieter. Achten Sie dabei folgende Details:

  • Wie häufig erfolgen die Wartungsarbeiten?
  • Welche Komponenten werden bei der Wartung kontrolliert (Solarmodule, Verkabelung, Wechselrichter, Zähler, Montagesystem)?
  • Ist eine ereignisabhängige Sichtkontrolle (z.B. nach Hagel) im Vertrag inkludiert?
  • Ist der Austausch von Verbrauchsmaterialien Teil des Wartungsvertrags?
  • Wird nach Wartung ein Ergebnisprotokoll erstellt und ausgehändigt?
  • Wie teuer ist der Wartungsvertrag?

Die Wartung sollte dabei in einem jährlichen Rhythmus stattfinden. Eine Sichtkontrolle der Solarmodule empfiehlt sich vierteljährig, da starker Schmutz wie Laub, Vogelkot und Moos die Leistung der Anlage deutlich beeinträchtigen können.

2. Stromeinspeisung

Die Stromeinspeisung ist ein wesentlicher Faktor für viele Verbraucher, sich eine Solaranlage auf das eigene Hausdach zu setzen. Wie aber funktioniert die Einspeisung ins Netz?

Damit Sie überschüssigen Strom ins Netz einspeisen können, müssen Sie zunächst einen Vertrag mit dem örtlichen Netzbetreiber abschließen. Dieser vergütet ihnen dann jede eingespeiste Kilowattstunde. Die Höhe der Vergütung (Einspeisevergütung) ist gesetztlich festgelegt. In der Praxis wird eine Kalkualtion über die jährliche Einspeisemenge berechnet und sie erhalten darauf basierend monatliche Abschläge von Ihrem Netzbetreiber. Am Jahresende werden dann die kalkulierten kWh Stunden mit den wirklich eingespeisten Summen verrechnet und die Abschläge werden angepasst.

Wann müssen Verbraucher Steuern auf die Einnahmen zahlen?

Da Sie über die Einspeisevergütung Einnahmen auf Ihrem Konto verzeichnen, müssen Sie hierfür Steuern zahlen. Dabei ist in Ertragssteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer zu unterscheiden und Sie müssen eine Einnahmen - Überschuss Rechnung beim Finanzamt vorlegen.

Ertragssteuer

Erwarten Verbraucher auf 20 Jahre gesehen, dass die Einnahmen durch die Einspeisevergütung höher liegen als die Ausgaben (Anschaffungskosten + Betriebskosten), müssen sie auf diesen Gewinn Steuern zahlen. Erwarten sie einen Verlust, sind keine Steuern zu zahlen. Das Finanzamt geht dann von einem Hobby aus. Privatpersonen gehen in der Regel von einem Verlust aus, um die Steuerzahlungen und den Papierkram zu sparen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Ihre Solaranlage deshalb unrentabel ist. Denn: Ihr größter (finanzieller) Gewinn ist die Verwendung des eigens produzierten Stroms, da sie so nicht den teuren Strom der Stromanbieter kaufen müssen. Bei den derzeitigen Strompreisen lohnt es sich ohnehin, so viel eigenen Strom wie möglich selbst zu verwenden, anstatt ihn ins Netz einzuspeisen.

Umsatzsteuer

Entscheiden Sie sich für eine regelmäßige Einspeisung und gehen daher von einem Gewinn aus, sind Sie ab einem jährlichen Umsatz von 17.500 Euro verpflichtet, eine Umsatzsteuer auf Ihren Rechnungen an den Netzbetreiber ausweisen. Ihr Vorteil: Sie können sich die Umsatzsteuer, die Sie für die Anschaffung, Wartung und Reparatur der Anlage zahlen, vom Finanzamt zurückholen. Ihr Nachteil: Sie zahlen Ertragssteuern. Alternativ können Sie sich die Umsatzsteuer sparen, wenn Sie unter dem jährlichen Betrag bleiben. Sie können dann jedoch auch nicht die Umsatzsteuer für die Kosten der Anlage steuerlich geltend machen.

Gewerbesteuer

Installieren Sie eine kleine PV-Anlage auf Ihrem privaten Hausdach, benötigen Sie in der Regel keine Gewerbeanmeldung und müssen so auch keine Gewerbesteuer zahlen. Als „klein“ gelten Solaranlagen mit einer Fläche von bis zu ca. 30 m². Ist Ihre Anlage größer, entscheidet der Einzelfall darüber, ob Ihre Tätigkeit eine Gewerbeanmeldung erfordert. Hierbei gilt: In der Anfangsphase, wenn durch die hohen Kosten für Anschaffung und Installation der Anlage kein Gewinn erwirtschaftet wird, besteht keine Gewerbepflicht. Diese tritt erst ein, wenn der erstrebte Gewinn die eigenen Kosten deutlich überschreitet.


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3. Versicherung einer Solaranlage

Um ihre teure Investition zu schützen, schließen viele Verbraucher eine Versicherung für Ihre Anlage ab. Dabei sollten Sie zunächst überprüfen, ob Ihre Haftpflichtversicherung die Solaranlage mit einschließt. Ist das nicht der Fall, können Sie über eine Betreiber-Haftpflicht nachdenken.

Alternativ bietet sich eine Allgefahrenversicherung an. Überprüfen Sie auch hier zunächst, ob Ihre Wohngebäudeversicherung die Solaranlage bereits abdeckt. Ist das nicht der Fall, kann eine gute Allgefahrenversicherung schützen gegen:

  • Witterungseinflüsse (Hagel, Blitzschlag, Frost, Sturm, Schnee, Hochwasser, Erdrutsch)
  • Brand und Explosion
  • Raub, Diebstahl und Vandalismus
  • Bedienungsfehler
  • Allmählichkeitsschäden
  • Ertragsausfälle

Kontrollieren Sie den jeweiligen Leistungsumfang der Versicherung im Einzelfall, da jede Versicherung andere Kosten abdeckt. Überprüfen Sie dabei auch

  • eine eventuelle Selbstbeteiligung,
  • maximale Deckungssummen und
  • eventuell Schadensauschlüsse.
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