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Warnung vor CO2-Endlagern unter dem Meer

09.05.2011 | Energienachrichten

Hinsichtlich des anstehenden CCS-Gesetzes gibt die Umweltorganisation Greenpeace zu bedenken, dass mögliche CO2-Endlager unter dem Meer das Grundwasser der Küsten-Länder verunreinigen könnten. Greenpeace fordert daher die Landesregierungen von Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf, das CCS-Gesetz der Bundesregierung abzulehnen.

Als Reaktion auf den zum Teil starken Widerstand in der Bevölkerung gegen die CO2-Verpressung wollen Bundesländer wie Niedersachsen und Schleswig-Holstein CO2-Endlager unter ihrem Gebiet vollständig ausschließen. Allerdings beinhaltet der aktuelle Gesetzentwurf der Bundesregierung die Möglichkeit, ohne Mitsprache der Länder CO2-Endlager vor den Küsten einzurichten. "Von den CO2-Verpressungen unter dem Meer könnten viele Menschen direkt betroffen sein - aber das wird bewusst nicht an die große Glocke gehängt", warnt Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters. "Die Bundesländer dürfen sich nicht von der Bundesregierung über den Tisch ziehen lassen".

Durch die CO2-Verpressung findet im Umkreis von bis zu 50 Kilometern eine Druckerhöhung statt, die dazu führen kann, dass salziges Wasser aus den Hohlräumen der Lagerstätten verdrängt wird und das Grundwasser verunreinigt. Besonders problematisch ist auch die weitaus kompliziertere Überwachung von CO2-Endlagern unter dem Meer. Kommt es zu Leckagen, stellt das CO2 eine direkte Gefährdung für die Meeresumwelt dar.

Greenpeace fordert von der Bundesregierung ein komplettes Verbot der CCS-Technologie in Deutschland. Neben der Gefahr für das Grundwasser berge CCS weitere unkalkulierbare Risiken. Beispielsweise könne das verpresste CO2 langfristig wieder an die Oberfläche gelangen und so den Klimawandel forcieren. Abgesehen davon sei die Technologie erst im Jahre 2030 großflächig einsetzbar - dies sei für den Klimaschutz viel zu spät.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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