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Greenpeace veröffentlicht mögliche CO2-Endlager

15.02.2011 | Energienachrichten

Die Umweltorganisation Greenpeace hat aktuell mögliche Standorte für CO2-Endlager in Deutschland veröffentlicht. Die insgesamt 408 Standorte beruhen auf bislang zurückgehaltenen Studien der Bundesanstalt für Geowissenschaften und befinden sich vor allem im norddeutschen Raum. Greenpeace fordert Bundesumweltminister Norbert Röttgen nun auf, die betroffenen Regionen über die etwaigen Endlagerkapazitäten zu informieren.

"Industrie und Politik bereiten systematisch und hinter dem Rücken der Bevölkerung die kommerzielle CO2-Endlagerung vor. Informationen zu den Endlager-Standorten werden wie Staatsgeheimnisse gehütet, das wahre Ausmaß der CO2-Verpressung wird verheimlicht", so Greenpeace Klimaexperte Karsten Smid. Bei der sogenannten CCS-Technik wird das bei der Kohleverstromung anfallende Klimagas CO2 abgefangen und im Untergrund verpresst. "Diese Technik ist riskant und bringt uns beim Klimaschutz nicht weiter", meint Smid. "Wir können unsere Problemstoffe nicht immer einfach unter der Erde verbuddeln und die Altlasten und mögliche Havarien unseren Kindern hinterlassen."

Laut Greenpeace-Veröffentlichung befinden sich große Endlagerpotentiale vor allem in Ostfriesland von Bremerhaven bis Oldenburg und Emden, unter den ostfriesischen Inseln Spiekeroog und Langeoog sowie im schleswig-holsteinischen Wattenmeer. Weitere mögliche Endlagerstätten wurden unter dem Ballungsraum Hamburg-Billstedt, sowie bei Sittensen zwischen Hamburg und Bremen verortet. Zusätzliche Areale befinden sich im Südosten von Berlin, in Nordrhein-Westfalen, in Mecklenburg-Vorpommern sowie östlich von München.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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