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Stromriesen verweigern Energiewende

20.04.2011 | Energienachrichten

Eine gestern in Berlin vorgestellte Studie des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung im Auftrag von Greenpeace besagt, dass sich die vier Stromriesen Deutschlands - RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW - der Energiewende bislang verweigern. Laut Untersuchung stammen lediglich 0,5 Prozent des Stroms aus Wind- und Sonnenkraft von den vier Großkonzernen. 96 Prozent werden von Regionalversorgern, Stadtwerken, Bürgerwindparks und Privathaushalten getragen.

Karsten Smid, Energieexperte bei Greenpeace: "Ob nun aus Gründen der Machterhaltung oder weil sie einfach nicht an den Umschwung glauben wollen: So blockieren die vier Großkonzerne den Umstieg Deutschlands in eine sichere, saubere und klimafreundliche Zukunft." Während die vier Energieriesen mit 68 Prozent der Stromerzeugung marktbeherrschend sind, liegt ihr Anteil an erneuerbaren Energien ohne alte Wasserkraftanlagen nur bei 0,5 Prozent. Der Löwenanteil der nachhaltigen Stromproduktion stammt von Regionalversorgern, Stadtwerken, aus Bürgerwindparks und von Privathaushalten. Von den 13 Prozent deutschen Wind- und Sonnenstroms liefern die kleinteiligen Produzenten ganze 12,5 Prozent.

"Die vier Stromriesen bleiben nicht nur heute sondern auch in Zukunft deutlich hinter den politischen Zielvorgaben für eine Energiewende zurück", so Bernd Hirschl, Hauptautor der Studie. Für die kommenden Jahre wollen E.ON 13 Prozent und RWE 20 Prozent ihrer Gesamtinvestitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien fließen lassen. Das ist laut Studie deutlich zu wenig, um bis zum Jahr 2020 die von der Politik geforderten 35 Prozent an Ökostrom zu erreichen. Die Studienergebnisse stammen allerdings aus der Zeit vor der Katastrophe im japanischen AKW Fukushima. Ob nun ein Umdenken bei den Energiekonzernen stattfindet, ist also noch offen.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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