Mein Konto | Sonntag, 19. Mai 2019
1.161 Stromanbieter und 12.389 Stromtarife - im Stromvergleich bei StromAuskunft.de
Alles über Strom
Schon über 200.000 Verbraucher beim Stromanbieterwechsel betreut!
0800 - 837 48 69
Stromanbieter Wechselservice

Kritik an Klimaverhandlungen

09.11.2009

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht das Zustandekommen eines verbindlichen Klimaschutzabkommens in Kopenhagen weiter in Frage gestellt. Bei den heute in Barcelona zu Ende gegangenen letzten Vorverhandlungen zur Weiterführung des Kyoto-Vertrages habe sich leider nur wenig bewegt. Die bisher vorliegenden Zusagen der Industriestaaten, ihren Kohlendioxidausstoß um maximal 23 Prozent zu verringern, genügen laut BUND nicht, um das angestrebte Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius auch tatsächlich zu erreichen. Es fehle außerdem weiterhin das klare Bekenntnis der reichen Nationen zur Finanzierung von Umweltschutzmaßnahmen in den sogenannten Entwicklungsländern.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: "Barcelona hat den Druck auf die Verhandelnden zwar erhöht und die Dringlichkeit von mehr Klimaschutz wieder in den Fokus der Politik gerückt. Aber das Gesamtergebnis ist leider äußerst dünn. Kein einziger Industriestaat setzt auf den erforderlichen hundertprozentigen Ausbau der erneuerbaren Energien. Stattdessen werden auch in Deutschland Dutzende neuer Kohlekraftwerke geplant, wird die Ausbeutung fossiler Ressourcen in großem Stil vorangetrieben und in den Klimaschutz gefährdende Industrieprojekte im Süden investiert. Der globale Klimaschutz wird scheitern, wenn neue Öl- und Gaspipelines gebaut werden, Atomkraftwerke länger laufen und sich die Industrie weiter aus ihrer Verantwortung stiehlt."

Für einen wirksamen Klimaschutz müssten die Industriestaaten ihre CO2-Emissionen bis 2020 um 45 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Um dies zu erreichen gehören laut BUND der ambitionierte Ausbau erneuerbarer Energien, die umfassende Anwendung von Energiesparmaßnahmen und die Abschaffung ökologisch nachteiliger Subventionen auf die politische Agenda. Weiger: "Den in Barcelona anwesenden Beamten fehlte das politische Mandat, die bislang schwachen Zusagen der Industriestaaten zu erweitern. Nach Kopenhagen müssen die Staatschefs reisen, damit die notwendigen Entscheidungen zum weltweiten Klimaschutz getroffen werden können. Wenn es darauf hinausläuft, dort lediglich eine politische Absichtserklärung zu verabschieden, droht die Fortsetzung des Kyoto-Abkommens zu scheitern."

Mehr zum Thema Klimaschutz bei StromAuskunft.

© 2009 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

Ähnliche Nachrichten

06.05.2019
Die zur Debatte stehende Einführung einer CO2-Steuer als klimapolitisches Instrument ist bei den Deutschen mehrheit...
03.05.2019
Der deutsche Erdüberlastungstag markiert den Zeitpunkt im Jahr, an dem weltweit das jährliche Budget an nachha...
23.04.2019
Die Solarenergie ist nach Ansicht von 71 Prozent der Bundesbürger die wirksamste aller gängigen Klimaschutzma&...
03.04.2019
Deutschlands CO2-Emissionen sind 2018 erstmals seit vier Jahren wieder gesunken. Wie das Umweltbundesamt (UBA) am gestri...
28.03.2019
Im Rahmen einer in dieser Woche veröffentlichten Studie hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DI...
21.01.2019
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will nach übereinstimmenden Medienberichten den geplanten Kohleausstieg um...
Alle Nachrichten anzeigen.
Stromrechner

Jetzt Strompreise mit dem Testsieger vergleichen!


Ist dieser Inhalt für Sie hilfreich? Bitte bewerten Sie uns.
Noch keine Bewertung abgegeben
Alles über Strom