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Greenpeace: "Notpaket Klimaschutz"

05.10.2009 | Energienachrichten

Zum morgigen Auftakt der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP fordert die Umweltorganisation Greenpeace die betreffenden Parteien auf, die Erfolge der deutschen Umweltpolitik nicht zu gefährden und ihr einen höheren Stellenwert als bisher einzuräumen. Insbesondere soll am Atomausstieg festgehalten werden. In einem heute veröffentlichten Forderungspapier verlangt Greenpeace außerdem ein "Notpaket Klimaschutz", um die deutschen Treibhausgase stärker als bisher geplant zu reduzieren.

"Atomkraftwerke sind die gefährlichste Art der Energieerzeugung. Die Entsorgung ihres zehntausende Jahre strahlenden Mülls ist ungelöst, sie erhöhen das Risiko von Terroranschlägen und sie behindern den Ausbau der Erneuerbaren Energien, da sie benötigtes Kapital binden", so Roland Hipp, Kampagnen-Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland. "Mit einer Laufzeitverlängerung bremsen Kanzlerin Merkel und Herr Westerwelle den Innovations- und Investitionsschub dieser sauberen Energien und gefährden Hunderttausende mögliche Arbeitsplätze. Damit bedienen sie die Geldgier der Stromkonzerne und missachten die Sicherheit und Zukunft der Menschen!" 60 Prozent der Deutschen sprechen sich gegen längere Laufzeiten von Atomkraftwerken aus, wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace Mitte September ergab.

Angesicht neuester Erkenntnisse der Klimaforschung reiche das deutsche Klimaschutzprogramm bei Weitem nicht aus. Greenpeace fordert deshalb ein "Notpaket Klimaschutz". Dazu gehört unter anderem ein Baustop für Kohlekraftwerke, der massive Ausbau von Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien, mehr Energieeffizienz und höhere CO2-Grenzwerte für Autos. So könne Deutschland 45 Prozent seiner Treibhausgase bis 2020 und 95 Prozent bis 2050 einsparen. Damit, so Greenpeace, werde zudem die Sicherheit der deutschen Energieversorgung erhöht und der Exportschlager Erneuerbare Energien weiter ausgebaut.

© 2009 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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