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Elektroheizung wird Auslaufmodell

02.10.2009 | Energienachrichten

Mit Strom Wärme zu erzeugen, ist die wohl klimaschädlichste und verschwenderischste Art des Heizens. 1,5 Millionen Nachtstromspeicherheizungen in Deutschland arbeiten noch immer nach diesem Prinzip und sind allein für drei Prozent der deutschlandweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV), die seit dem 1. Oktober gilt, ändert das und macht aus den Elektroheizungen nach und nach ein Auslaufmodell.

Bis 2019 müssen sämtliche Nachtstromspeicherheizungen ausgetauscht werden, die älter als 30 Jahre sind. Elektroheizungen, die nach 1990 installiert wurden, dürfen noch 30 Jahre weiterlaufen. Aber auch wenn der Gesetzgeber den klimaschädlichen Elektroheizungen eine gewisse Gnadenfrist einräumt, raten Verbraucherschützer dringend vom Heizen mit Strom ab. "Selbst in Zeiten von Heizöl-Spitzenpreisen - wie im Jahr 2008 - war das Heizen mit Strom eindeutig die teuerste Art, zu Wärme zu gelangen. Heizen mit Strom ist in der Regel weder wirtschaftlich noch umweltfreundlich", so Hans Weinreuter von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. Übrigens: Die KfW-Förderbank unterstützt Verbraucher bei der Heizungsumstellung. Für jede abgebaute Nachtstromspeicherheizung zahlt sie 200 Euro.

Durch den Austausch sämtlicher Speicherheizungen könnten in Deutschland auf einen Schlag 23 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Bei einer Gasheizung entsteht nur ein Drittel der Emissionen, eine moderne Holzpellettheizung mit Solaranlage verursacht sogar nur ein Zehntel des CO2-Ausstoßes. Eine Ölheizung verursacht halb so viele CO2-Emissionen wie eine Elektroheizung. Das größte Sparpotenzial unter Deutschlands Großstädten haben Essen und Hamburg. 60.000 bzw. 53.000 Nachtstromspeicherheizungen sind dort im Einsatz. In Berlin sind 30.000 am Netz, in München noch 27.000. Frankfurt am Main hat die besten Zahlen unter den deutschen Großstädten: Lediglich 8.000 Elektroheizungen drücken dort auf die Klimabilanz.

© 2009 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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