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Kohleausstieg: Weitere Kraftwerke werden stillgelegt

21.07.2021 | Energienachrichten

In der dritten Ausschreibungsrunde zur Stilllegung von Stein- und Braunkohlekraftwerken wurden Anlagen mit einem Gesamtvolumen von rund 2,1 Gigawatt Kohlekraftwerkskapazität bezuschlagt. Sie werden bis 2022 stillgelegt.

Weitere 2,1 Gigawatt Kohlekraft gehen bis 2022 vom Netz

Die Anlagen reichen von sehr kleinen Kraftwerken bis hin zu großen Steinkohleblöcken mit mehreren Hundert Megawatt Leistung. In den bisherigen Stilllegungsausschreibungen wurden damit insgesamt 8,4 Gigawatt an Kohlekraft bezuschlagt, die zwischen 2020 und 2022 vom Netz gehen bzw. gingen.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bewertet die bis dato beschlossenen Stilllegungen als starkes Aufbruchssignal. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es: "Der deutsche Kohleausstieg schreitet mit großen Schritten voran, die Branche hält das Kapazitätsreduktionsziel 2022 ein und trägt so massiv zur Erreichung der ambitionierten Klimaschutzziele bei."

KWK-Anlagen müssen ersetzt werden

Problematisch ist der Umstand, dass ein Großteil der noch stillzulegenden Kohlekraftwerke KWK-Anlagen sind, die neben der Stromerzeugung in vielen Regionen auch Wärme bereitstellen. Um die Versorgungssicherheit mit Strom und Wärme zu gewährleisten, müsse die Politik dringend den Weg für die notwendigen Ersatzkapazitäten ebnen, mahnt der BDEW. Neben dem forcierten Ausbau erneuerbarer Energien betreffe dies auch die Förderung von Wasserstofftechnologien sowie die Bereitstellung grüner Fernwärme, beispielsweise durch Groß-Wärmepumpen.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

Kohlekraftwerk Sonnenuntergang

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