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Energiekonzern E.ON übernimmt Stiftung für Klimaschutz und Energiewende

11.01.2021 | Energienachrichten

Deutschlands größter Energiekonzern E.ON betätigt sich im Rahmen einer Stiftung seit diesem Jahr gemeinnützig. Das Essener Unternehmen wird nach eigenen Angaben jedes Jahr rund drei Millionen Euro in Förderprojekte investieren - der Fokus liegt auf Klimaschutz-, Energiewende- und allgemeinen Zukunftsthemen.

Von RWE über Innogy zu E.ON

Im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) erklärt Stephan Muschick, Geschäftsführer der neuen E.ON Stiftung: "1998 wurde die RWE Jugendstiftung gegründet - zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens RWE. Der Wechsel der Stiftung zur später gegründeten RWE-Tochter Innogy war die erste logische Weiterentwicklung. Innogy ist bekanntlich in E.ON aufgegangen, damit stellte sich natürlich auch die Frage, was aus der Stiftung wird. Ich bin sehr glücklich darüber, dass unsere Arbeit von Anfang an bei E.ON auf großes Interesse gestoßen ist, und wir im neuen Konzern eine wichtige Rolle spielen werden."

45 Millionen Euro für Energiewende-Projekte

Im Hinblick auf das finanzielle Volumen erläutert Muschick: "Wir haben aktuell 45 Millionen Euro, die wir kontrolliert einsetzen. Pro Jahr werden wir rund drei Millionen Euro in Förderprojekte stecken." Thematisch wolle man sich mit dem Klimawandel, der Energiewende und der allgemeinen Akzeptanz von Veränderungen beschäftigen. Muschick: "Denn wir sind wie E.ON davon überzeugt, dass die Energiewende nur erfolgreich sein wird, wenn wir die Menschen mitnehmen."

Konkrete Themenfelder und Förderprojekte erklärt Stephan Muschick am Beispiel: "Wir unterstützen beispielsweise kleinere Projekte wie eine Fahrrad-Reparaturwerkstatt, denn wir wollen Ideen zur Klimaneutralität fördern, die vor Ort, im Quartier funktionieren. Mit dem Essener Forschungsinstitut RWI werden wir jährlich erheben, wie die Menschen zur Energiewende stehen. (...) Und wir setzen gezielt auf Kooperationen. Mit der RAG-Stiftung und der Stiftung Mercator haben wir uns zum Beispiel an einem Projekt beteiligt, mit dem Mobilitätskonzepte für das Essener Welterbe Zollverein entwickelt werden.

Gemeinnutz oder Marketing?

Auf die Kritik, drei Millionen Euro pro Jahr seien für Deutschlands größten Energiekonzern eine vergleichsweise niedrige Summe, die eher wie Marketing als tatsächlicher Gemeinnutz anmute, entgegenet Muschick im WAZ-Interview: "Jede Stiftung hat ihre eigene Konzeption. Ich kann nur über unser Modell sprechen: Wir sind eine gemeinnützige GmbH. Das heißt: Alles, was wir tun, ist gemeinnützig." Und weiter: "Ja, wir sind eine Unternehmensstiftung (...) Wir haben eine gewisse Beinfreiheit, aber selbstverständlich orientieren wir uns an den Zielen, die unser Unternehmen verfolgt. Es wäre doch seltsam, wenn wir dazu auf Distanz wären."

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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