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Strompreis 2019/2020: Trend weiter steigend

28.11.2019 | Energienachrichten

Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) aktuell mitteilt, sind die Börsenstrompreise nach 2017 und 2018 auch im laufenden Jahr weiter angestiegen: Demnach liegen die Beschaffungskosten für die Energieversorger momentan um rund 13 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Gesunken seien im Jahresverlauf lediglich die Preise im Kurzfristhandel mit Strom, so der Branchenverband. Am sogenannten "Spotmarkt" würden die Versorger jedoch üblicherweise nur einkaufen, um kurzfristige Schwankungen bei der Stromnachfrage auszugleichen. Der überwiegende Teil der Strommengen werde mit längerer Vorlaufzeit am "Terminmarkt" beschafft.

Hinzu komme, dass der durch die Energieversorger bestimmte Anteil am Strompreis für Haushaltskunden bei lediglich rund einem Viertel liege, kritisiert der BDEW. Den größten Anteil am Strompreis hätten mit 53 Prozent die von staatlicher Seite festgelegten Steuern, Abgaben und Umlagen. Sie würden auch im kommenden Jahr nochmals ansteigen und mit einer Gesamtbelastung von geschätzten 44 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau erreichen. Auch bei den Netzentgelten, die rund ein Viertel des Strompreises bestimmen, sei von Erhöhungen in 2020 auszugehen.

Der BDEW fordert vor diesem Hintergrund eine Senkung der Stromsteuer um etwa zwei Cent pro Kilowattstunde. Dies könne die aktuellen Preissteigerungen mehr als ausgleichen. Die von der Bundesregierung im Rahmen des Klimapakets geplante Reduzierung der EEG-Umlage von 0,25 Cent ab 2021 bezeichnet der Verband hingegen als wirkungslos.

Den Vorwurf von Verbraucherschützern, die Stromanbieter würden steigende Beschaffungskosten umgehend an ihre Kunden weiterreichen, sinkende Großhandelspreise jedoch nicht, weist der BDEW in seiner Funktion als Branchenvertretung zurück und rät Stromkunden im Zweifelsfall zum Anbieterwechsel: "Verbraucher können in der Regel zwischen weit über 400 verschiedenen Tarifen wählen, die die Vielfalt in der Stromversorgung abbilden."

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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