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Energiewende: Stromwende ja, Wärmewende noch nicht

02.03.2016 | Energienachrichten

Die Energiewende in Deutschland ist bis heute weitgehend eine Stromwende, urteilt die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Vorhandenes Potenzial, um im so entscheidenden Wärmebereich Energie und Emissionen einzusparen, werde noch immer nicht ausgeschöpft. Mit den bestehenden Maßnahmen könne das Ziel, bis 2050 den CO2-Ausstoß im Wärmesektor um 80 Prozent zu reduzieren, nicht erreicht werden.

Daher hat die DUH nun ihr Positionspapier "Blaupause Wärmewende" veröffentlicht, in welchem Defizite bei den politischen Rahmenbedingungen identifiziert und verschiedene Handlungsoptionen aufgezeigt werden, um die Wärmewende wirksam voranzutreiben. Für das Gelingen der Energiewende und eine wirksame Klimaschutzpolitik, so die DUH, seien eine Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien im Gebäudebereich notwendige Voraussetzungen.

"Mit der Klimakonferenz im Rücken ist klar, dass eine Dekarbonisierung des Wärmesektors nicht länger verschleppt werden kann", sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. "Wir brauchen Planungssicherheit für Hausbesitzer, Investoren und Verbraucher. Nach dem Klimagipfel von Paris müssen auch die CO2-Minderungsziele für den Gebäudesektor nachgeschärft werden. Dafür müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die klimagerechte Gebäudesanierung verbessert werden. Unsere Blaupause Wärmewende macht dafür konkrete Vorschläge."

Für die Wärmeversorgung wird in Deutschland über die Hälfte der Endenergie verbraucht, zudem ist der Wärmesektor für rund ein Drittel der nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Vergleicht man jedoch die Bereiche Strom und Wärme, so fällt auf, dass der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Wärmeversorgung im Verhältnis zur Stromerzeugung extrem niedrig ist.

© 2016 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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