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Heizkosten: Vermieter sollen CO2-Preis zur Hälfte übernehmen

14.05.2021 | Energienachrichten

Vermieter sollen künftig die Hälfte der Kosten für den seit Jahresbeginn geltenden CO2-Preis auf Gas und Heizöl tragen. Das geht aus dem überarbeiteten Klimaschutzgesetz der Bundesregierung hervor.

Bundesregierung teilt CO2-Kosten auf

Seit dem 1. Januar 2021 wird in Deutschland ein CO2-Preis auf fossile Brennstoffe erhoben. Er wirkt sich für Verbraucher vor allem beim Heizen und Tanken aus und beträgt im ersten Jahr 25 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid. Allein bei den Heizkosten müssen Durchschnittshaushalte mit einer jährlichen Mehrbelastung von 100 Euro und mehr rechnen - Tendenz steigend.

Gemäß der neuen Regelung müssten sich Vermieter künftig an den Kosten der CO2-Bepreisung beteiligen. Verbraucherschützer, Umweltverbände und Teile der Politik hatten dies bereits seit Längerem gefordert. Da die neue Gebühr zum Umstieg auf moderne, klimafreundliche Heizsysteme motivieren soll, müsse sie in erster Linie auf die Eigentümer entsprechender Immobilien abzielen, so die Forderung.

Entlastung für Mieter

Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass sich durch die Kostenteilung eine deutliche Entlastung für Mieter ergeben wird. Beispielsweise würden sich die Gesamtkosten der CO2-Bepreisung für eine zur Miete lebende Familie ohne Auto durch die Neuregelung halbieren, rechnet das Ministerium vor.

CO2-Einnahmen als Strompreisbremse

Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung sollen unter anderem dazu genutzt werden, das hohe Strompreisniveau in Deutschland zu senken. Mit den Mitteln deckelt die Bundesregierung bereits seit diesem Jahr die EEG-Umlage. Auch diese Strategie soll zur finanziellen Entlastung von Verbrauchern beitragen. Allerdings gleicht die Reduzierung der EEG-Umlage die Mehrkosten der CO2-Bepreisung bislang noch bei Weitem nicht aus.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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