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Neue Stromkennzeichnung soll mehr Transparenz für Verbraucher schaffen

Neue Stromkennzeichnung soll mehr Transparenz für Verbraucher schaffen

11.02.2021 | Energienachrichten

Anlässlich der bevorstehenden Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes hat das Bundeswirtschaftsministerium eine Reform der Stromkennzeichnung vorgeschlagen, die mehr Transparenz für Verbraucher schaffen soll. Insbesondere die Ökostrombranche begrüßt den Gesetzentwurf.

Irreführende Angaben auf Stromrechnungen

Energieversorger müssen auf jeder Stromrechnung den Energiemix ihrer Stromlieferungen ausweisen, damit Verbraucher wissen, wie viel erneuerbarer und wie viel klimaschädlicher Strom an sie geliefert wird. In der Praxis wird jedoch vielfach ein deutlich höherer Anteil an Ökostrom angegeben als tatsächlich von den Stromanbietern eingekauft wurde.

Schuld daran ist die bislang geltende Kennzeichnungspflicht. Sie vermischt Angaben zum tatsächlichen Stromeinkauf von Versorgern mit einem rechnerisch ermittelten Wert, wie viel Ökostrom Kunden über die Zahlung der EEG-Umlage finanzieren. Das sorgt für irreführende Darstellungen und Verwirrung bei Verbrauchern.

Reform der Stromkennzeichnung

Mit der bevorstehenden Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes will das Bundeswirtschaftsministerium die Stromkennzeichnung nun reformieren: Künftig sollen Versorger auf Stromrechnungen ihren tatsächlichen Energieeinkauf transparenter darstellen. Kunden sollen dadurch besser nachvollziehen können, aus welchen Quellen ihr Anbieter den Strom bezieht.

Lob aus der Ökostrombranche

Ralf Schmidt-Pleschka, Koordinator Klima- und Energiepolitik beim Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick: "Herkömmliches Fleisch darf auch nicht als Bio-Fleisch gekennzeichnet werden. Auch beim Strom muss künftig draufstehen, was drin ist. Wir freuen uns, dass die Bundesregierung jetzt aktiv wird."

Peter Ugolini-Schmidt, energiepolitischer Sprecher der Elektrizitätswerke Schönau (EWS): "Mit der neuen Ausgestaltung des Unternehmensmixes würde künftig auf jeder Rechnung klarer, woher der Versorger seinen Strom bezieht. Kein Anbieter kann sich dann mehr mit fiktivem EEG-Strom grünwaschen."

Oliver Hummel, Vorstand beim Düsseldorfer Ökoenergieversorger Naturstrom: "Mit seriösen Ökostromprodukten können Verbraucher*innen die Energiewende in Deutschland vorantreiben. Dieser Mehrwert muss auch klar ersichtlich sein. Dafür ist die gesetzlich vorgegebene Stromkennzeichnung ein wichtiger Faktor. Mit dem Vorschlag der Bundesregierung wird besser ersichtlich, ob Strom aus Kohle, Atom oder erneuerbaren Quellen stammt. Das begrüßen wir."

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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