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Smart Meter für Haushalte: Stromversorger treten auf die Bremse

07.09.2020 | Energienachrichten

Ein aktuelles Meinungsbild zeigt: Die Stromversorger in Deutschland sind in der Frage der flächendeckenden Ausstattung von Haushalten mit intelligenten Stromzählern (Smart Meter) geteilter Meinung. Laut Berichterstattung der Deutschen Presse-Agentur tendieren viele Versorgungsunternehmen derzeit dazu, Smart Meter ausschließlich in Haushalten mit hohem Stromverbrauch zu installieren.

Geteiltes Meinungsbild unter Energieversorgern

Im Rahmen einer Umfrage der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) unter Stadtwerken und Kommunen haben sich knapp 40 Prozent der rund 1.600 Befragten dafür ausgesprochen, vernetzte, digitale Stromzähler flächendeckend einzuführen. Etwa 37 Prozent und damit fast ebenso viele sind jedoch dafür, Smart Meter nur in Haushalten mit erwiesen hohem Stromverbrauch einzusetzen. Die übrigen rund 23 Prozent bezogen keine Position.

Smart-Meter-Pflicht bislang nur bei hohem Stromverbrauch

Hintergrund: Seit Anfang des Jahres gilt eine Smart-Meter-Pflicht für Haushalts- und Gewerbekunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden. Die Geräte werden schrittweise im gesamten Bundesgebiet installiert. Dafür können Stromversorger ihren Kunden bis zu 100 Euro im Jahr in Rechnung stellen. Auch bei niedrigeren Verbräuchen können die intelligenten Zähler eingesetzt werden, die Entscheidung obliegt den örtlichen Grundversorgern. Hierbei können sich die jährlichen Mehrkosten für Haushalte auf bis zu 60 Euro belaufen. Verbraucherschützer kritisieren, dass viele Stromkunden diese Kosten durch den mit den Geräten einhergehenden Verbrauchsrückgang kaum ausgleichen können.

Smart Meter sollen die Energieversorgung digitalisieren

Intelligente Stromzähler sollen zur Digitalisierung der Energieversorgung in Deutschland beitragen. Sie vernetzen Versorger, Netzbetreiber und Verbraucher, um Stromangebot und Stromnachfrage intelligent steuern und ausgleichen zu können. Smart Meter gelten nicht nur als wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende, sondern auch als grundlegende Voraussetzung für zeitvariable Stromtarife, die cleveren Energieverbauch zu Nebenzeiten mit einem niedrigen Strompreis belohnen.

-> Weitere Informationen finden Sie in unserem Themenspecial Smart Meter.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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