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Verbraucherschützer fordern sinkende Strompreise

26.03.2020 | Energienachrichten

Als unmittelbare Auswirkung der Coronakrise wird der Stromverbrauch in Deutschland aller Voraussicht nach merklich sinken. Doch obwohl die Großhandelspreise für Strom bereits erheblich gesunken sind, kommt der Kostensturz nicht bei den Verbrauchern an - sie zahlen weiterhin Strompreise in Rekordhöhe. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) übt nun deutliche Kritik an den Stromanbietern.

Stromanbieter geben sinkende Beschaffungskosten nicht an ihre Kunden weiter

Die Energieversorger würden den Preisverfall an der Strombörse nicht an ihre Kunden weitergeben, mahnt der VZBZ. Zwar habe sich der Großhandelspreis für Strom gegenüber dem Mittelwert der vergangenen zwei Jahre etwa halbiert, die Privathaushalte würden dennoch nicht vom Kostentrend profitieren.

Coronakrise: Verbraucher müssen entlastet werden

"Die fallenden Großhandelspreise für Strom müssen endlich bei den Verbrauchern ankommen", sagt VZBZ-Vorstand Klaus Müller. "Es kann nicht angehen, dass viele Stromanbieter ihre Preise sogar erhöhen, obwohl sich der Börsenstrompreis seit dem Jahr 2018 etwa halbiert hat. Würden die Anbieter den gesunkenen Börsenstrompreis vollständig weitergeben, würde ein Durchschnittshaushalt mit 3.500 Kilowattstunden pro Jahr aktuell rund 75 Euro einsparen."

Auch vor dem Hintergrund der Coronakrise fordern die Verbraucherzentralen die Energieversorger in Deutschland auf, die Haushalte mithilfe sinkender Strompreise zu entlasten, statt die eigenen Gewinne durch niedrige Beschaffungskosten zu maximieren.

Deutschland ist Europas Strompreis-Spitze

Klaus Müller erklärt weiter: "Deutschland hat bereits die höchsten Strompreise für Verbraucher in der EU. Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung zusätzlich die Umlagen, Abgaben und Steuern auf Strom senkt. Diese machen inzwischen 75 Prozent des Strompreises aus. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert diese Senkung zum Beispiel auch bei den Industrieausnahmen bei den Netzentgelten, der EEG-Umlage sowie der Stromsteuer."

Appell: Verbraucher sollten Anbieterwechsel prüfen

Einen wichtigen Appell richtet VZBZ-Vorstand Müller noch an die Stromkunden in Deutschland: Die Verbraucher selbst sollten prüfen, ob sie durch einen Stromanbieterwechsel Kosten sparen können. Immerhin lässt sich durch regelmäßiges Wechseln nicht nur die eigene Stromrechnung erheblich senken, auch der Strommarkt und damit die Preisdynamik werden zum Vorteil der Verbraucher belebt.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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