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Solarkraft überlastet Bayerns Stromnetze

26.08.2013
Solarkraft überlastet Bayerns Stromnetze

Damit die deutschen Stromnetze nicht überlastet werden, muss im Sommer immer öfter die mit Milliarden Euro subventionierte Solarkraft zu Tiefstpreisen ins Ausland verkauft oder gar verschenkt werden. Vor allem das flächenmäßig größte Bundesland Bayern ist momentan von dieser bedenklichen Entwicklung betroffen.

Mehr als acht Milliarden Euro fließen jährlich als staatliche Subventionen in den Ausbau regenerativer Energieanlagen. Allein in Bayern wurden nicht zuletzt mithilfe der im Strompreis enthaltenen EEG-Umlage mehr als eine Viertelmillion Solarkraftwerke ans Netz gebracht, die an sonnigen Tagen rund 5.000 Megawatt liefern. Das entspricht der Leistung von drei modernen Kernkraftwerken. Das Problem: In den letzten Wochen standen Bayerns Stromnetze vor allem an verbrauchsschwachen Wochenenden kurz vor dem Kollaps. Berichten zufolge gab es Tage, an denen bis zu 1.500 Megawatt Strom überproduziert wurden und zum Teil an Nachbarländer verschenkt werden mussten.

Im Extremfall muss an der Strombörse sogar für jede Megawattstunde zugezahlt werden, damit andere Länder den überflüssigen Strom abnehmen. Vor allem die Schweiz und Österreich profitieren derzeit davon. Sie nutzen den Gratis- bzw. Billig-Strom aus Bayern, um ihre Pumpspeicherwerke zu füllen. Diese Anlagen erzeugen dann in nachfragestarken Zeiten wieder Strom, der dann - beispielsweise an Tagen ohne Wind und Sonnenschein - wieder nach Deutschland verkauft wird.

Für die Verbraucher stellt dieser Trend ein teures Problem dar. Während die Einkaufspreise für regulär produzierten Strom an der europäischen Strombörse EEX an normalen Verbrauchstagen momentan bei rund fünf Cent pro Kilowattstunde liegen, ist die Einspeisevergütung für die Betreiber von Solaranlagen bis zu vier Mal so hoch. Und diese wird, ob der produzierte Strom nun gebraucht wird oder nicht, immer bezahlt - und zwar von jedem Privatverbraucher über die Stromrechnung.

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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