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Neues Solarzentrum in Sachsen-Anhalt

04.10.2010 | Energienachrichten

"Der heutige Baustart des Fraunhofer-Centers für Silizium-Photovoltaik CSP ist ein Meilenstein für den Solarstandort Sachsen-Anhalt. Die 60 Millionen Euro Fördergelder von Europäischer Union, Bund und Land für die Gründungsidee des Wirtschaftsministeriums sind gut angelegt. Wir sichern damit nachhaltig die Innovationsfähigkeit unserer Solarbranche. Die Forschungsstrategie lautet: Mehr Solarstrom aus weniger Silizium. Damit schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Sachsen-Anhalt langfristig ein wichtiger Produktions- und Forschungsstandort für den Wachstumsmarkt Photovoltaik bleibt. Dies ist umso wichtiger, weil sich die Solarindustrie neben der Chemie- und Kunststoffindustrie, der Optik und der Mikroelektronik zu einem der wichtigsten Industriezweige Mitteldeutschlands entwickelt hat, der zudem seine Konzernzentralen in der Region hat."

Dies sagte Sachsen-Anhalt Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff anlässlich der heutigen Grundsteinlegung für den Neubau des Fraunhofer-CSP am Wissenschaftsstandort "weinberg campus" in Halle. Dort entsteht auf rund 4.000 qm das neue Zentrum für angewandte Forschung in den Bereichen Solarmodule, Solarwafer und Kristallisationstechnologien. Es wird im Endausbau (Mitte 2012) über 60 Vollzeitstellen, 20 Doktorandenstellen sowie 40 Praktikumsplätze verfügen. Haseloff: "Durch die Kooperation mit der Martin-Luther-Universität wird das CSP auch zur Ausbildungsstätte für Studenten und Doktoranden und soll so einen Teil des dringend benötigten Fachkräftenachwuchses sichern."

Für den Neubau des Institutshauptgebäudes am "weinberg campus" sind 47,2 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen 12,8 Millionen Euro für das bereits im Bau befindliche Modultechnologiezentrum am Standort Schkopau. Damit gehört das CSP zu den größten Vorhaben der wirtschaftsnahen Forschungsinfrastruktur in Mitteldeutschland.

© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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