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Überhöhte Preise: Kartellbehörden ermitteln gegen Energieversorger in Niedersachsen

28.05.2018 | Energienachrichten

Laut Berichterstattung des Norddeutschen Rundfunks wird derzeit gegen mehrere Energieversorger in Niedersachsen ermittelt. Die Unternehmen sollen überhöhte Strom- und Gaspreise in der Grundversorgung verlangen.

Insgesamt stehen zehn Grundversorger auf der Verdachtsliste der Landeskartellbehörde Niedersachsen, darunter die GEW Wilhelmshaven, die Stadtwerke Stade und Bad Harzburg sowie die Teutoburger Energie Netzwerk eG. Die Kartellwächter haben die Preisentwicklung zwischen den Jahren 2015 und 2018 unter die Lupe genommen und bei der Kalkulation der betreffenden Unternehmen offenbar Auffälligkeiten bemerkt. Auf Nachfrage des NDR sprachen einige der Versorger von "gerechtfertigten Preisen" und "nachweisbaren Gründen".

Die ins Visier des Landeskartellamts geratenen Strom- und Gasanbieter müssen die mutmaßlich überhöhten Preise nun detailliert aufschlüsseln. Sollte die Behörde die Erklärungen nicht für plausibel erachten, werden die Unternehmen anschließend verpflichtet, ihre Preise zu senken.

Tiana Preuschoff, Energierechtsexpertin im Projekt Marktwächter Energie für Niedersachsen, kommentiert: "Die Strom- und Gaspreise in der Grundversorgung liegen meist deutlich über denen der Sondertarife - sogar beim gleichen Anbieter. Das ist schon ärgerlich, insbesondere für Kunden, die ihren Versorger nicht frei wählen können. Wir begrüßen daher, dass die Landeskartellbehörde die Preisstrukturen von besonders teuren Anbietern jetzt überprüft und hoffen, dass Kunden in der Grundversorgung davon profitieren werden."

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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