Sonntag, 17. November 2019

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Strompreise 2020 - Strom wird im Jahr 2020 teurer


Die Strompreise für Privathaushalte in Deutschland werden Im Jahr 2020 weiter steigen und ein neues Allzeithoch erreichen. Gleich mehrere große Kostenblöcke verteuern sich und die ersten Versorger haben bereits Preiserhöhungen angekündigt. 

Neben der bereits veröffentlichten Erhöhung der EEG-Umlage um über fünf Prozent, steigen vielerorts auch die Netzentgelte. Die Mehrheit der bundesweiten Netzbetreiber hat Erhöhungen von sechs bis sieben Prozent angekündigt. Beide Kostenblöcke machen jeweils rund ein Viertel des Strompreises aus. Zusammen werden sie die Stromkosten für Privathaushalte in 2020 um etwa drei Prozent verteuern.

Auch die Großhandelspreise für Strom liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Sollten die Energieversorger diese gestiegenen Beschaffungskosten ebenfalls an ihre Kunden weitergeben, drohen zusätzliche Belastungen. 

Für Verbraucher stellt sich nun die Frage, ob ein Anbierterwechsel sinnvoll ist. 

Verbraucherzentrale Niedersachsen: "Ein Vergleich der Strompreise lohnt sich immer."

„Je nach Tarif und Verbrauch lassen sich teilweise weit über 100 Euro im Jahr sparen“, sagt Tiana Preuschoff, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Wer noch in der Grundversorgung ist – also bisher keinen speziellen Tarif vereinbart hat – kann besonders viel sparen. „Hier lohnt es sich oft schon, in einen günstigeren Tarif des aktuellen Versorgers zu wechseln“, so Preuschoff.

So wie sich die momentane Trendentwicklung der einzelnen Kostenblöcke im Strompreis darstellt, könnten auf einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt im kommenden Jahr Mehrkosten von insgesamt 40 bis 60 Euro zukommen. Diese müssen von den Stromanbietern natürlich im Vorfeld angekündigt werden – mit Verweis auf eine gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsfrist. Denn: Bei einer Strompreiserhöhung verfügen Verbraucher über ein grundsätzliches Sonderkündigungsrecht. Sie können ihren aktuellen Tarif also während des laufenden Vertrages kündigen und zu einem günstigeren Stromanbieter wechseln. Finanziell lohnt sich das fast immer.

Welche Fristen gelten?
Anbieter müssen Ihre Kunden mindestens sechs Wochen vor einer Preiserhöhung informieren. „Häufig kommt eine solche Mitteilung nur per E-Mail. Kunden sollten ihren Posteingang und auch den Spam-Ordner jetzt gut im Blick haben“, rät Tiana Preuschoff von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Liste der Versorger, die Preiserhöhungen für 2020 angekündigt haben

Versorger
Leipziger Stadtwerke
Mannheimer Versorger MVV
N-Ergie
GGEW
Entega 
Allgäuer Überlandwerk
LEW
Stadtwerke Augsburg
DREWAG
Enso
Stadtwerke Oranienburg
Energieversorgung Rottweil (ENRW)
EnBW
Energieversorgung Nordhausen EVN
Energieversorgung Rudolstadt
EnviaM
Stadtwerke Döbeln
Eichstätter Stadtwerke
Stadtwerke Elbtal
Stadtwerke Verle

Tabelle: Liste der Versorger, die bereits Preiserhöhungen angekündigt haben. (Stand 14.11)

Welche Kosten steigen im Jahr 2020 für Privathaushalte?


Bereits in diesem Jahr ist Strom in Deutschland so teuer wie nie zuvor. Laut Auswertung der Bundesnetzagentur zum Stichtag 1. April zahlen Privathaushalte im bundesweiten Schnitt derzeit 30,85 Cent pro Kilowattstunde – und damit fast einen Cent mehr als im Vorjahr. Dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach 2020 fortsetzen, wenn sich gleich mehrere Kostenblöcke auf der Stromrechnung von Haushaltskunden erneut verteuern. Wir zeigen Ihnen, welche Preisbestandteile steigen, und wie Sie dem allgemein hohen Stromkostenniveau effektiv entgegenwirken können.

1. Steuern, Umlagen und Abgaben

Der staatliche Kostenblock macht mit mehr als 50 Prozent den Löwenanteil im Strompreis für Privathaushalte aus. Unter den Steuern, Umlagen und Abgaben ist wiederum die EEG-Umlage der größte Posten, sie bestimmt etwa ein Viertel des Strompreises. 2020 steigt die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien von aktuell 6,405 auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde – ein Plus von 5,5 Prozent. Die Erhöhung wird Verbraucher, je nach Haushaltsgröße, mit jährlichen Mehrkosten von 10 bis 20 Euro belasten. Bei den weniger umfangreichen Umlagen zeigt sich kein eindeutiger Trend: Die KWK-Umlage sinkt 2020 leicht, die Offshore-Netzumlage bleibt unverändert, während die Umlage für abschaltbare Lasten und die Umlage nach § 19 StromNEV leicht anwachsen. Vor allem wegen der steigenden EEG-Umlage wird sich der staatliche Kostenblock im kommenden Jahr insgesamt erhöhen.

2. Netzentgelte

Bei den Netzentgelten ist der Preistrend zwar nicht einheitlich, zeigt tendenziell jedoch ebenfalls nach oben. Von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern – Tennet, 50Hertz, Transnet BW und Amprion – haben immerhin zwei Kostenerhöhungen angekündigt: 50Hertz wird die Netzentgelte in 2020 um sieben Prozent anheben, Transnet BW sogar um 15 Prozent. Die Gebühren im Netz von Tennet werden nach Auskunft des Unternehmens für die meisten Kunden unverändert bleiben. Amprion will die Höhe der künftigen Netzentgelte zum 1. Januar 2020 bekanntgeben. Der Strompreis für Privathaushalte wird zu einem Viertel, und damit wesentlich, von den Netzgebühren bestimmt.

3. Beschaffungskosten

Waren in vergangenen Jahren vor allem die staatlichen Posten und die Netzentgelte für steigende Strompreise verantwortlich, so gehen die Rekordkosten in diesem Jahr hauptsächlich auf die von den Energieversorgern beeinflussbaren Preisbestandteile zurück. Die Kosten für Beschaffung, Vertrieb und Marge machen etwa ein Fünftel des Strompreises aus und haben sich 2019 deutlich erhöht: Laut Bundesnetzagentur ist dieser Kostenblock binnen eines Jahres um fast 14 Prozent angewachsen. Dies wird sich aller Voraussicht nach nicht nur im laufenden, sondern auch auf das kommende Jahr auswirken. Verbraucherschützer kritisieren in diesem Zusammenhang, dass die Stromanbieter steigende Beschaffungskosten stets erheblich schneller an ihre Kunden weitergeben als sinkende Großhandelspreise, von denen sie in Vorjahren profitiert haben.

Unser Tipp: Sonderkündigung und Anbieterwechsel statt Strompreiserhöhung

Wir bieten Ihnen gleich mehrere Möglichkeiten, steigenden Stromkosten entgegenzuwirken. Erhöht Ihr Anbieter den Strompreis, sollten Sie unbedingt Ihr geltendes Sonderkündigungsrecht wahrnehmen. Gerne können Sie dazu unser Musterschreiben »Sonderkündigung nach Preiserhöhung« verwenden. Diese und weitere Hilfen finden Sie in unserem Special »Strompreiserhöhung und Sonderkündigungsrecht«.

Anschließend können Sie über unseren Stromtarifrechner mit wenigen Klicks günstige und verlässliche Stromanbieter und -tarife finden und den Wechsel gleich online beauftragen. Wichtig: Machen Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch, so setzen Sie das Kündigungsschreiben unbedingt persönlich auf – eine Kündigung durch den neuen Anbieter reicht in diesem Fall nicht aus.

Noch einfacher und bequemer macht es Ihnen unser Premium-Wechselservice für Strom und Gas: Auf Wunsch schließen wir für Sie stets den besten Tarif ab – so sind Sie dauerhaft und automatisch vor unliebsamen Strompreiserhöhungen geschützt.

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