Die Strompreise in Deutschland sind zu Beginn des Jahres 2026 deutlich gesunken. Nach aktuellen Berechnungen von StromAuskunft.de zahlen Neukunden im Januar 2026 bundesweit im Durchschnitt nur noch 22,74 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) beim jeweils günstigsten Anbieter. Das sind 5,13 ct/kWh weniger als vor einem Jahr – ein Rückgang von 18,41 Prozent.
Damit erreichen die Strompreise für Neukunden ein Niveau, das zuletzt vor mehreren Jahren üblich war. Für viele Haushalte eröffnet sich damit ein erhebliches Sparpotenzial, insbesondere beim Wechsel aus teuren Bestandsverträgen oder der Grundversorgung.
Die aktuelle Infografik "Strompreise 2026" von StromAuskunft.de veranschaulicht die Strompreisentwicklung von Anfang 2025 bis zum ersten Quartal 2026. Grundlage der Auswertung sind Strompreise aus über 6.000 Städten in Deutschland, berechnet für einen Jahresverbrauch von 3.500 kWh, inklusive anteiliger Grundgebühren.
Die durchschnittlichen Strompreise für Neukunden entwickelten sich wie folgt:
Nachdem die Preise im Laufe des Jahres 2025 zunächst leicht gestiegen waren, setzte ab dem vierten Quartal eine deutliche Entspannung ein. Der starke Rückgang zu Beginn von 2026 markiert nun den bislang niedrigsten Stand.
Der Preisrückgang wirkt sich unmittelbar auf die Stromkosten privater Haushalte aus. Bei einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh lagen die durchschnittlichen Stromkosten Anfang 2025 noch bei rund 975 Euro pro Jahr. Anfang 2026 sind es nur noch etwa 796 Euro.
Das entspricht einer möglichen Ersparnis von rund 180 Euro jährlich – allein durch günstigere Strompreise. Voraussetzung ist allerdings, dass Verbraucher aktiv werden und ihren Stromtarif regelmäßig überprüfen.
Sinkende Netzentgelte als wichtiger Preistreiber
Ein zentraler Grund für die deutlich niedrigeren Strompreise 2026 sind gesunkene Netzentgelte, die seit Januar 2026 gelten. Netzentgelte machen etwa ein Viertel des Strompreises aus und haben damit großen Einfluss auf die Endkundenrechnung.
Durch staatliche Zuschüsse zu den Übertragungsnetzen wurden die Netzentgelte bundesweit spürbar reduziert. Je nach Region ergibt sich daraus eine Entlastung von rund 2 Cent pro Kilowattstunde, was für einen Durchschnittshaushalt Einsparungen von 60 bis 70 Euro pro Jahr bedeuten kann.
Niedrigere Großhandelspreise und stabile Marktbedingungen
Zusätzlich sind die Strompreise an den Großhandelsmärkten deutlich gesunken. Nach den extremen Preissprüngen der Jahre 2022 und 2023 haben sich die Beschaffungskosten für Stromanbieter spürbar normalisiert. Diese Entwicklung wird zunehmend an Endkunden weitergegeben – vor allem bei Neukundentarifen.
Wettbewerb belebt den Strommarkt
Auch der Wettbewerb unter den Stromanbietern hat sich verschärft. Viele Versorger kalkulieren ihre Tarife aktuell besonders attraktiv, um neue Kunden zu gewinnen. Davon profitieren vor allem Haushalte, die ihren Stromanbieter wechseln.
Die von StromAuskunft.de ermittelten Preise werden auch durch weitere Marktanalysen bestätigt. Branchenweit werden für Anfang 2026 durchschnittliche Neukundenpreise von rund 23 ct/kWh genannt. Damit liegen die Werte sehr nah an den aktuellen StromAuskunft-Daten und bestätigen den allgemeinen Abwärtstrend bei den Strompreisen.
Die Strompreise 2026 sind so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Sinkende Netzentgelte, niedrigere Beschaffungskosten und ein intensiver Wettbewerb sorgen für spürbare Entlastung bei den Stromkosten. Verbraucher, die ihren Tarif regelmäßig vergleichen, können jetzt besonders profitieren.
StromAuskunft.de bietet hierfür einen TÜV-geprüften Stromvergleich und der kostenlose Wechselservice wurde von Stiftung Warentest als Spitzenreiter ausgezeichnet.