Strompreise gehören zu den wichtigsten Kostenfaktoren für Haushalte in Deutschland. Gleichzeitig sind sie regional sehr unterschiedlich und verändern sich im Zeitverlauf teilweise stark.
Um diese Entwicklungen systematisch zu analysieren, betreibt StromAuskunft eine umfangreiche Datenbasis zur Beobachtung des Strommarktes. Im Rahmen unseres StromAuskunft Energy Data Lab analysieren wir Strompreise für Haushaltskunden in Deutschland auf Basis täglicher Tarifdaten.
Die Datenerhebung erfolgt kontinuierlich für mehr als 6.300 Städte und Gemeinden in Deutschland. Auf Grundlage dieser Daten entstehen umfangreiche Analysen zur zeitlichen Entwicklung der Strompreise sowie zu regionalen Preisunterschieden im deutschen Strommarkt.
Die Strompreisanalysen von StromAuskunft werden auf Basis wissenschaftlich dokumentierter Methoden durchgeführt und mit einem Digital Object Identifier (DOI) veröffentlicht.
Der Strompreis-Index für Haushalte in Deutschland misst die Entwicklung der Strompreise für Haushaltskunden über die Zeit.
Der Index basiert auf täglichen Strompreisanalysen für tausende Städte und Gemeinden in Deutschland und ermöglicht eine langfristige Beobachtung der Strompreisentwicklung seit 2017.
Die Berechnung erfolgt auf Basis eines standardisierten Modellhaushalts mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh. Berücksichtigt werden sowohl Strompreise beim günstigsten Anbieter außerhalb der Grundversorgung als auch Tarife der Grundversorger.
Der Strompreis-Index ermöglicht unter anderem folgende Analysen:
Die Methodik des Strompreis-Index ist im folgenden Whitepaper dokumentiert:
Während der Strompreis-Index die zeitliche Entwicklung der Strompreise beschreibt, analysiert der Strompreis-Atlas die regionalen Unterschiede der Strompreise in Deutschland.
Der Strompreis-Atlas basiert auf Strompreisberechnungen für mehr als 6.300 Städte und Gemeinden und ermöglicht eine detaillierte Analyse regionaler Strompreisunterschiede auf Ebene von:
Für jede Region werden unter anderem folgende Kennzahlen berechnet:
Die Ergebnisse werden kartografisch visualisiert und zeigen deutlich, dass Strompreise in Deutschland regional stark variieren können.
Die Methodik des Strompreis-Atlas ist im folgenden Whitepaper dokumentiert:
Strompreis-Atlas für Haushalte in Deutschland
Methodik und Analyse regionaler Strompreisunterschiede
DOI: 10.5281/zenodo.18899076
Die Analysen des StromAuskunft Energy Data Lab basieren auf einer umfangreichen Datensammlung von Stromtarifen für Haushaltskunden in Deutschland.
Wesentliche Merkmale der Datenbasis:
Durch die große Anzahl regionaler Messpunkte lassen sich Strompreise in Deutschland mit hoher räumlicher Auflösung analysieren.
Die Daten ermöglichen sowohl zeitliche Analysen der Strompreisentwicklung als auch regionale Vergleiche zwischen verschiedenen Netzgebieten und Bundesländern.
Die Analysen des StromAuskunft Energy Data Lab werden von Dr. Jörg Heidjann entwickelt und betreut.
Dr. Heidjann ist Naturwissenschaftler und Energieexperte und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Analyse von Strompreisen und Energiemärkten.
Er ist Autor der wissenschaftlichen Whitepaper zum Strompreis-Index und zum Strompreis-Atlas und hat beide Analyseinstrumente konzipiert und entwickelt.
Seine Arbeiten beschäftigen sich insbesondere mit folgenden Themen:
Weitere Informationen: Dr. Jörg Heidjann
Die Analysen des StromAuskunft Energy Data Lab liefern eine umfangreiche Datengrundlage zur Untersuchung von Strompreisen in Deutschland.
Die Daten werden regelmäßig von Medien, Journalisten und Energieanalysten genutzt, um Entwicklungen im Strommarkt zu analysieren.
Mögliche Themenbereiche sind unter anderem:
- Entwicklung der Strompreise in Deutschland
- regionale Strompreisunterschiede
- Strompreise in der Grundversorgung
- Einsparpotenziale beim Anbieterwechsel
Für Medienanfragen oder wissenschaftliche Kooperationen stehen wir gerne zur Verfügung.
Sprechen Sie uns gerne an:

Wir arbeiten mit Prof. Löschel, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Lehrstuhl für Mikroökonomik insb. Energie- und Ressourcenökonomik der Universität Münster zusammen, um das Thema Wechselservice von wissenschaftlicher Seite zu erforschen.

Professor Dr. Andreas Löschel ist Direktor des Centrums für angewandte Wirtschaftsforschung Münster und Inhaber des Lehrstuhls für Mikroökonomik, insbesondere Energie- und Ressourcenökonomik, an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Er promovierte 2003 in Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Seit 2011 ist er Vorsitzender der Expertenkommission zum Monitoring-Prozess "Energie der Zukunft" der Bundesregierung. Er leitet seit 2017 das Virtuelle Institut Smart Energy in Nordrhein-Westfalen.
Andreas Löschel ist Leitautor des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change - IPCC) für den 5. und 6. Sachstandsbericht (2010-2014, 2017 - 2021). Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech).
Im F.A.Z.-Ökonomenranking war Andreas Löschel mehrfach unter den 50 einflussreichsten Ökonomen in Deutschland.

Trotz möglicher finanzieller Einsparungen ist die Wechselquote von Verbrauchern zwischen Energieversorgern eher gering. Automatisches Wechseln, ein neuer nachfrageseitiger Service, reduziert Opportunitätskosten und potenzielle Fehler im Wechselprozess (z.B. fehlerhafte Eingaben) und könnte die Wechselbereitschaft der Verbraucher erhöhen.
Dies funktioniert wie folgt: Um den Prozess zu initialisieren, erteilt der Kunde der Wechselplattform „stromauskunft.de“ eine Gattungsvollmacht und stellt personenbezogene Daten (Name, Adresse, Bankverbindung, aktueller Stromverbrauch, aktueller Stromversorger) sowie Präferenzen bezüglich möglicher neuer Stromverträge (Dauer, Kündigungsfrist, Ökostrom usw.) zur Verfügung. Ein Algorithmus identifiziert die günstigsten und besten verfügbaren Verträge und der Kunde wählt seinen bevorzugten Vertrag. Der Rest (Kündigung beim alten Versorger, Anmeldung beim neuen Versorger) wird von „stromauskunft.de“ übernommen. Anschließend wird dem Kunden eine Wechsel-Erinnerung zugesandt wann immer ein günstigerer Vertrag verfügbar und ein Wechsel möglich ist. Der Kunde kann per „Maus-Klick“ auf den bevorzugten Vertrag wechseln. Die personenbezogenen Daten und Präferenzen müssen nicht erneut angegeben werden.
Das Ziel des Forschungsprojekts „Automatisches Wechseln – Determinanten, Effekte und Potentiale“ ist eine wissenschaftliche Analyse des Automatischen Wechselns.
Mögliche Fragestellungen sind,
(a) was sind Determinanten des Automatischen Wechselns (Versorger, Tarifart, Preis, Sicherheit, Qualität, Grad der Automatisierung, Eigenschaften des Kunden etc.),
(b) was sind die Effekte des Automatischen Wechselns (Vorteile, Nachteile, Gewinner, Verlierer, Auswirkungen auf Versorger, Reaktion der Versorger, monetäre Einsparungen, Opportunitätskosten, Stromverbrauch, etc.), und
(c) welche Potentiale besitzt das automatische Wechseln (Größe des jetzigen Marktes, Größe des zukünftigen Marktes, Möglichkeiten der Weiterentwicklung, etc.).
Die Fragestellungen werden anhand von Daten, die von stromauskunft.de bereitgestellt werden, untersucht. Weitere Fragestellungen können sich im Verlauf des Forschungsprojekts ergeben.