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Deutscher Wetterdienst: Kaum Gefahr von Dunkelflauten

26.03.2018 | Energienachrichten

Als größtes Problem bei der Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien gelten im Allgemeinen die wetterbedingt schwankenden Erträge aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Drohende Versorgungsengpässe in wind- und sonnenarmen Phasen - Stichwort "Dunkelflaute" - stehen im Widerspruch zu einer dauerhaft stabilen Stromversorgung auf Basis regenerativer Quellen.

Wie groß diese vermeintliche Gefahr wirklich ist, wurde aktuell vom Deutschen Wetterdienst (DWD) untersucht. Die Fachleute der Bundesbehörde haben europäische Wetterdaten der vergangenen 20 Jahre ausgewertet und bestimmt, wie oft über einen Zeitraum von 48 Stunden in bestimmten Regionen die mittlere Energieproduktion aus Wind und Sonne unter zehn Prozent der Nennleistung blieb.

Ergebnis der Analyse: Wird die Leistung von Photovoltaik- mit Windkraftanlagen an Land und auf See kombiniert, kommt das Phänomen der Dunkelflaute in Deutschland lediglich zweimal im Jahr vor. Bei einer europaweiten Betrachtung reduziert sich die Häufigkeit gar auf 0,2-mal pro Jahr. Diese relativ geringe Gefahr von Versorgungsengpässen könnte durch Energiespeicher sowie einen großräumigen Stromaustausch quasi ausgeschlossen werden. Diesbezüglich ist es schon heute selbstverständlich, dass europäische Staaten sich je nach Marktlage gegenseitig mit Strom beliefern.

"Durch kluge die Kombination von Wind und Solar, eingebettet in einen europäischen Stromverbund, minimiert sich das Risiko von Versorgungsengpässen bei Dunkelflaute auf fast null", kommentiert Ove Burmeister, Geschäftsführer des Hamburger Solaranlagen-Anbieters DEB, die Studie.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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