Dienstag, 10. Dezember 2019

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Stromverbrauch in Haushalten

Der Stromverbrauch ist eine zentrale Größe für die Lebenshaltungskosten von Haushalten in Deutschland. Sowohl das allgemein hohe Strompreisniveau als auch die persönliche Klimabilanz machen einen bewussten und nachhaltigen Stromverbrauch immer populärer.

Wir geben Ihnen auf dieser Seite Tipps und Hilfestellungen, wie Sie den persönlichen Stromverbrauch nachvollziehen und optimieren können.

  • Wie hoch ist der durchschnittliche Stromverbrauch in deutschen Haushalten?

  • Wo befinden sich die größten Stromverbraucher im Haushalt?

  • Welche Faktoren beeinflussen den Stromverbrauch?

  • Wie lässt sich der Stromverbrauch am effektivsten senken?

Durchschnittlicher Stromverbrauch im Haushalt

Der Stromverbrauch im Haushalt hängt von einer Reihe verschiedener Faktoren ab und ist letztlich immer ein individueller Wert. Trotzdem lässt die wichtigste Größe, die Personenzahl, Rückschlüsse auf einen ungefähren Jahresverbrauch zu. Die folgenden Richtwerte zum durchschnittlichen Stromverbrauch von Haushalten dienen auch zur Orientierung bei der Tarifsuche über unseren Stromrechner:

Haushaltsgröße durchschnittlicher Stromverbrauch pro Jahr in kWh
Single - Haushalt 2000
2 - Personen Haushalt 3500
Familie 4250
Großfamiile 5000

Tabelle: Durchschnittlicher Stromverbrauch von Haushalten in Deutschland

Ein detaillierteres Bild ergibt sich, wenn neben der Haushaltsgröße auch die Einflussfaktoren Haushaltstyp und Art der Warmwasserbereitung einbezogen werden. Mithilfe der folgenden Tabelle können Sie auf einen Blick erkennen, wie sparsam oder verbrauchsintensiv Ihr Haushalt im bundesweiten Vergleich ist.

Haushaltsgröße Einfamiienhaus (EF) EF & Warmwasser elektrisch Mehrfamilienhaus (MF) MF Warmwasser elektrisch
1 Person 2300 kWh 2800 kWh 1400 kwH 1900 kWh
2 Personen 3000 kWh 3700 kWh 2000 kWh 3000 kWh
3 Personen 3600 kWh 4500 kWh 2600 kWh 4000 kWh
4 Personen 4000 kWh 5000 kWh 3000 kWh 4400 kWh
5 Personen 5000 kWh 6300 kWh 3600 kWh 5600 kWh

Tabelle: Durchschnittlicher Stromverbrauch von Haushalten in Deutschland. In der Tabelle werden die Haushalte in Single - Haushalt bis 5 Personen Haushalt unterteilt. Dabei wird die Eigenschaft der Wohnung (Einfamilienhaus / Mehrfamilienhaus) sowie die Art der Warmwasseraufbereitung (elektrisch / Gas) berücksichtigt.

Laut dem Stromspiegel 2019 können private Haushalte in Deutschland im Schnitt rund 230 Euro Stromkosten pro Jahr sparen. Damit verschwenden private Haushalte Strom für 9 Mrd. Euro pro Jahr.

Stromverbrauch nachvollziehen

Wie hoch der jährliche Stromverbrauch in Deutschland pro Haushalt ausfällt, ist vor allem von diesen Faktoren abhängig:

1. Haushaltsgröße

Je mehr Personen in einem Haushalt leben, desto höher fällt die Stromrechnung aus. Dabei steigt der Stromverbrauch in Haushalten jedoch nicht linear mit steigender Personenzahl an. Denn: Bestimmte Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel Waschmaschine und Kühlschrank, stehen sowohl in einem Single-Haushalt als auch in einem 2-Personen, 3-Personen oder 4-Personen-Haushalt. Der Strom dafür fällt nur einmal an. Für die Praxis heißt das: Je mehr Personen in einem Haushalt wohnen, desto weniger Strom verbrauchen sie in der Regel pro Kopf.

2. Haushaltstyp

Bei dem Haushaltstyp ist zwischen einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus und einem Einfamilien- bzw. Zweifamilienhaus zu unterscheiden. Der jährliche Stromverbrauch einer Wohnung liegt rund ein Drittel unter dem Verbrauch eines Haushalts in einem Einfamilienhaus. Der Grund: In einer Wohnung teilen sich alle Parteien des ganzen Hauses die Kosten für Posten wie Außenbeleuchtung, Garagenstrom und Gartengeräte.

3. Warmwasserbereitung

Ist der Strom in einem Haus dafür zuständig, das Wasser zu erhitzen, fällt der Stromverbrauch in privaten Haushalten höher aus. Dabei wird das benötigte Wasser per Durchlauferhitzer oder Boiler über Strom erwärmt. Insgesamt steigt der Stromverbrauch pro Kopf dabei um etwa ein Viertel bis ein Drittel. Auf das Jahr gerechnet sind das zwischen 110 und 150 Euro.

4. Elektrogeräte

Je mehr Elektrogeräte im Haushalt stehen und je niedriger ihre Energieeffizienzklasse ist, desto höher ist der jährliche Stromverbrauch. Insbesondere moderne Smarthome-Systeme und mehrere Fernseher im Haushalt können die Stromrechnung in die Höhe treiben.

5. Verbrauchsverhalten

Das eigene Verbrauchsverhalten kann den jährlichen Stromverbrauch eines Haushalts erheblich beeinflussen. Allein der Standby-Betrieb von Geräten wie Fernseher und Kaffeemaschine ist für rund 10 Prozent der Stromrechnung verantwortlich. Verbraucher, die hier beispielsweise Mehrfachsteckdosen oder Zeitschaltuhren verwenden, können viel Geld im Jahr sparen.

Welche Alltagsbereiche und Geräte verbrauchen wie viel Strom?

In einem durchschnittlichen Haushalt in Deutschland teilt sich der Stromverbrauch in die folgenden Bereiche auf.

- Größter Posten mit einem Anteil von rund 25 % am Stromverbrauch im Haushalt sind die Geräte für TV, Audio und Büro (Computer, Fax).

- Rund 16 % des im Haushalt verbrauchten Stroms wird für Kühl - und Gefrierschränke genutzt.

- Danach folgen Warmwasser (15 %)Waschen, Trocknen & Spülen (12 %)Kochen (10%)Licht (8%) und sonstige mit 13 %.

Auffällig: Der Anteil der Informations- und Unterhaltungselektronik am durchschnittlichen Stromverbrauch ist auf über ein Viertel angestiegen und hat klassische Haushaltsgeräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine inzwischen überholt. Sparpotenziale schlummern also auch bei TV, Hi-Fi, Computer, Konsole und Co.

Abbildung: Stromverbrauch in Haushalten

Abbildung: Stromverbrauch in Haushalten

So viel Strom können Mieter und Eigentümer sparen

Das Potenzial fürs Stromsparen ist groß, wie zwei konkrete Beispiele für verschiedene Haushalte zeigen:

- Ein Zweipersonenhaushalt in einem Mehrfamilienhaus, der sein Wasser mit Strom erwärmt und insgesamt 3.500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr verbraucht, kann rund 400 Euro sparen und etwa 880 kg CO2 vermeiden. Der meiste Strom lässt sich bei Warmwasser, Waschen und Trocknen sowie Informations- und Unterhaltungstechnik sparen.

- Eine vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus, die ihr Wasser nicht mit Strom erwärmt und 5.000 kWh im Jahr verbraucht, kann rund 570 Euro sparen und etwa 1.230 kg CO2 vermeiden. Am größten ist das Sparpotenzial in diesem Fall bei Waschmaschine und Trockner sowie Heizungspumpe und Beleuchtung.

Laut dem Stromspiegel 2019 können private Haushalte in Deutschland im Schnitt rund 230 Euro Stromkosten pro Jahr sparen. Damit verschwenden private Haushalte Strom für 9 Mrd. Euro pro Jahr.

Wofür wird Strom im Haushalt verbraucht?

Wollen Verbraucher ihren Stromverbrauch senken, stehen sie oftmals vor der Frage: Wofür wird Strom im Haushalt verbraucht? Und: Was sind die größten Stromfresser? Das Umweltbundesamt hat berechnet, dass ein Haushalt bis zu 30 Prozent Energie sparen kann, wenn Verbraucher Strom bewusster verwenden – ohne Einbußen beim Komfort hinnehmen zu müssen. Wo können Verbraucher ansetzen, um die Stromrechnung zu senken?

Unentdeckte Stromfresser treiben den Stromverbrauch in deutschen Haushalten stark in die Höhe. Eine der wesentlichen Herausforderungen ist es daher, die Stromfresser im Haushalt aufzuspüren.

Die Vergleichswerte für den Stromverbrauch zeigen: Ein Viertel des Stromverbrauchs in Haushalten kommt von TV, Musikanlage und Computer. Sie sind echte Stromfresser, die die Stromrechnung in die Höhe treiben. Mit großem Abstand folgen Kühl- und Gefrierschränke, die gut 16 Prozent des Stromverbrauchs in privaten Haushalten ausmachen. Erst danach folgt Warmwasser fürs Duschen, Waschen und Spülen.

Das heißt: Vergleichen Sie den Stromverbrauch der Geräte im Haushalt, finden Sie das größte Einsparpotenzial im Wohnzimmer und Arbeitszimmer. Stromfressende, große Flachbildschirme, Konsolen, Laptops und Computer haben klassische Haushaltsgeräte wie Waschmaschine und Kühlschrank beim Stromverbrauch mittlerweile weit überholt.

Wie kann ich den Stromverbrauch im Haushalt reduzieren?

Um im Wohnzimmer und Arbeitszimmer Strom zu sparen, sollten Sie die Geräte immer ganz ausschalten. Im Standby-Modus verbrauchen diese noch rund ein Zehntel des Stromverbrauchs. Auf das Jahr gerechnet können Sie so bis zu 115 Eurosparen.

Haushaltsgeräte wie Kühlschrank und Gefrierschrank sollten über eine gute Energieeffizienzklasse verfügen. Geräte, die älter als 15 Jahre sind, erweisen sich in der Regel als echte Stromfresser. Hier kann der Kauf eines neuen Geräts die Stromrechnung deutlich senken. So kann beispielsweise ein 3-Personen-Haushalt seine Stromkosten mit einem neuen, effizienten Kühlschrank um bis zu 70 Euro im Jahr reduzieren.

In Küche und Bad kann Warmwasser ein Stromfresser sein, wenn dies elektrisch erwärmt wird. Verbraucher müssen damit rechnen, dass Warmwasser ein Drittel ihrer gesamten Stromrechnung ausmacht. Eine mögliche Lösung: Durchlaufbegrenzer und Sparduschköpfe. Das Einsparpotenzial beim Stromverbrauch eines 2-Personen-Haushalts liegt hier bei rund 230 Euroim Jahr. Bei einem Single-Haushalt liegt das Einsparpotenzial jährlich bei ca. 115 Euro.

Damit Sie sich ein Bild machen können, was wieviel Strom verbraucht, haben wir einen Vergleich des Stromverbrauchs von Haushaltsgeräten aufgestellt. Grundsätzlich lässt sich zwar ohne ein Strommessgerät nur schwer feststellen, was am meisten Strom im Haushalt verbraucht. Unsere Übersicht gibt Ihnen jedoch eine Orientierung, wo besonders oft Stromfresser lauern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite:

Stromverbrauch von Haushaltsgeräten

Den eigenen Stromverbrauch senken – die zehn besten Stromspartipps

1. Energieeffiziente Geräte verwenden: Achten Sie beim Neukauf von Elektrogeräten grundsätzlich auf die beste Energieffizienzklasse. Auch bei noch funktionierenden, aber veralteten Geräten kann sich ein Austausch unter Umständen lohnen, weil die Ersparnis bei den Stromkosten den Anschaffungspreis binnen kurzer Zeit amortisiert.

2. Bedarfsgerechte Geräte kaufen: Berücksichtigen Sie bereits bei der Anschaffung von Elektrogeräten, dass Größe und Leistung Ihrem persönlichen Bedarf entsprechen sollten. Zu große Kühlschränke oder Waschmaschinen wirken sich ebenso negativ auf die Stromrechnung aus wie ein überdimensionierter Fernseher oder ein unnötig leistungsstarker PC.

3. Haushaltsgeräte richtig nutzen: Wählen Sie beim Betrieb von Waschmaschine und Geschirrspüler nach Möglichkeit die bei allen modernen Geräten verfügbaren Sparprogramme, um Wasser- und Energiemengen zu reduzieren. Nutzen Sie zudem das Volumen der Geräte voll aus.

4. Auf energieeffiziente Beleuchtung umstellen: Die klassische Glühbirne wird zwar nicht mehr im Handel angeboten, findet sich jedoch noch immer in zahlreichen Haushalten. Greifen Sie lieber zu zeitgemäßen Alternativen wie LEDs oder Kompaktleuchtstofflampen, die nur einen Bruchteil des Stroms verbrauchen, dabei deutlich langlebiger und längst in sämtlichen Lichtfarben verfügbar sind.

5. Standby-Betrieb vermeiden: Zahlreiche Elektrogeräte, insbesondere aus der Unterhaltungselektronik, verursachen im Standby überflüssige Stromkosten. Schaltbare Steckerleisten schaffen Abhilfe.

6. Heizungspumpe modernisieren: Schätzungen zufolge sind in mehr als 80 Prozent der Heizungsanlagen in Deutschland überdimensionierte oder veraltete Heizungspumpen im Einsatz, die zu hohe Stromkosten versursachen. Der Pumpentausch ist finanziell zusätzlich attraktiv, weil er staatlich gefördert wird.

7. Auf Kleinigkeiten achten: Kochen Sie stets mit Deckel. Erhitzen Sie Wasser im Wasserkocher, statt auf der Herdplatte. Nutzen Sie die Restwärme beim Kochen und Backen und vermeiden Sie das Vorheizen des Ofens. Aktivieren Sie die Energiesparmodi am Computer und anderen Geräten. Kurz gesagt: Achten Sie im Alltag auf einen bewussten Stromverbrauch.

8. Stromfresser aufspüren: Ob Kühlschrank, Waschmaschine oder Multimedia-System – mit einem Strommessgerät kommen sie unentdeckten Energiefressern im Haushalt auf die Spur. Die Geräte sind günstig, bei vielen örtlichen Energieversorgern sogar kostenlos leihbar.

9. Abrechnungsfehler ausschließen: Fällt der laut Stromrechnung gemessene Verbrauch im Vergleich zu Vorjahren ohne nachvollziehbare Ursache unverhältnismäßig hoch aus, sollten Sie technische Probleme und Abrechnungsfehler ausschließen. Klären Sie dazu folgende Fragen: Sind Verbrauchsstelle und Stromtarif im Rechnungsschreiben korrekt aufgeführt? Wurde der Zählerstand richtig erfasst? Erscheint die Verrechnung von Verbrauch und Strompreis plausibel? Wurde der Jahresverbrauch vom Versorger oder Kunden tatsächlich abgelesen oder lediglich geschätzt? Arbeitet der Stromzähler störungsfrei?

10. Stromtarif wechseln: Ihr Energieversorger ist zwar nicht für Ihren Stromverbrauch verantwortlich, wohl aber für Ihren Strompreis. Möglicherweise ist Ihr aktueller Stromtarif nicht die beste Wahl. Durch einen Anbieterwechsel können Hauhalte, vor allem wenn sie noch über die teure Grundversorgung mit Strom beliefert werden, oftmals mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Vergleichen Sie einfach die an Ihrem Wohnort verfügbaren Stromangebote mit unserem Tarifrechner. So erfahren Sie in Sekundenschnelle, welcher Stromanbieter der für Ihren individuellen Stromverbrauch günstigste ist und wie viel Sie durch einen Wechsel sparen können.

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