Mittwoch, 30. November 2022

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Solaranlage planen

Solaranlage planen - Schritt für Schritt

Solarthermie

Ist die Finanzierung Ihrer Solaranlage gesichert, haben Sie die erste wichtige Hürde genommen. Dann geht es an die konkrete Planung der Anlage. Was sollten Sie dabei beachten? Wir erklären es Ihnen Schritt für Schritt.

1. Hausdach prüfen

Bevor Sie mit der konkreten Planung der Solaranlage beginnen, sollten Sie prüfen, ob Ihr Dach für die Errichtung einer Photovoltaikanlage geeignet ist. Dafür ist vor allem die Statik relevant. Bei Schrägdächern bestehen in der Regel keine Probleme. Eigentümer von Flachdächern sollten kontrollieren, ob ihre Dachkonstruktion eine Verstärkung benötigt, um der Zusatzbelastung bei jeder Witterung standzuhalten.

2. Energiebedarf bestimmen

Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt? Diese Frage entscheidet darüber, welche Leistung Ihre neue Solaranlage haben sollte. Denn: Wollen Sie Ihre PV-Anlage wirtschaftlich betreiben, sollten Sie Ihren Energiebedarf größtmöglich decken. Überprüfen Sie daher, wie hoch Ihr durchschnittlicher Jahresstromverbrauch ist. Nutzen Sie dazu Ihre Jahresabrechnungen oder unseren Solarrechner.

3. Solaranlage dimensionieren

Wie viele Solarmodule mit welcher Leistung benötigen Sie, um den von Ihnen ermittelten Strombedarf zu decken? Lassen Sie dazu Ihr Dach ausmessen oder werfen Sie einen Blick in Ihre Baupläne, um die genaue Dachfläche zu bestimmen. Berücksichtigen Sie dabei auch die Lage des Schornsteins sowie von etwaigen Antennen oder Satellitenschüsseln. Auch sie haben Einfluss auf die zur Verfügung stehende Montagefläche. Anschließend lässt sich berechnen, wie viele Solarmodule auf Ihrem Dach Platz finden. Beachten Sie, dass die Ausrichtung der Module (quer oder längs) einen entscheidenden Einfluss auf die Dimensionierung hat. Und: Berücksichtigen Sie zudem, dass zwischen den einzelnen Modulen und am Rand des Daches Abstände eingehalten werden müssen.

Zur Orientierung: Auf einem Schrägdach werden je nach Modulart für ein Kilowatt-Peak zwischen 8 qm (monokristalline Module) und 16 qm (Dünnschichtmodule) benötigt. Bei Flachdächern wird deutlich mehr Platz gebraucht. Lassen Sie sich hierzu von einem Fachbetrieb beraten, um Vorschläge für die Dachbelegung zu erhalten.

4. Baugenehmigung klären

In der Regel ist keine Baugenehmigung für die Installation einer privaten Solaranlage notwendig. Sie sollten jedoch sichergehen und sich vor der Auftragsvergabe bei Ihrer Gemeinde erkundigen, um nicht ungewollt gegen Denkmalschutz, Bebauungspläne oder Milieuschutz zu verstoßen. Ein einheitliches Baurecht gibt es dabei in Deutschland nicht. Jedes Bundesland hat seine eigenen Landesbauordnungen.

5. Angebote für Solaranlagen einholen

Zu guter Letzt gilt es, einen kompetenten und preisgünstigen Solar-Anbieter zu finden, der Ihre Anlage im Detail plant, installiert und in Betrieb nimmt. Nutzen Sie unseren Solarrechner, um zunächst Ihre benötigte Leistungsstärke zu bestimmen und anschließend Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe einzuholen. Auf folgende Kriterien sollten Sie bei der Wahl eines Solarteurs achten?

  • Persönliche Inspektion

Der Anbieter sollte Ihr Dach persönlich vor Ort prüfen und erst dann ein Angebot erstellen. Dieses sollte jeden Posten im Detail auflisten.

  • Ertragsprognose

Der Solarteur sollte eine Ertragsprognose für Ihre Anlage erstellen. Diese können Sie mit den über unseren Solarrechner bestimmten Werten vergleichen. So erhalten Sie ein realistisches Bild von der Effizienz Ihrer Anlage.

  • Transparenz

Der gesamte Prozess der Anlagenplanung sollte transparent sein, so dass Sie zu jedem Zeitpunkt über sämtliche Schritte informiert sind.

Solaranlage installieren

Die Installation einer Solaranlage übernimmt in der Regel der Fachbetrieb, der die Anlage bereits geplant hat. Folgendes sollte bei der Installation einer Solaranlage berücksichtigt werden:

1. Montagesystem

Hausdach und Solarmodule entscheiden darüber, welches Montagesystem benötigt wird. Dabei ist relevant, wie schwer das Montagesystem ist, ob es einen Rahmen hat, und wie hoch die regionalen Belastungen durch Schnee und Wind ausfallen.

Schneelast: Montagesystem, Werkstoffe und Verankerung auf dem Dach müssen je nach Region in Deutschland mitunter erheblichen Schneemassen standhalten. Zwar rutscht der Schnee oftmals von allein von den schräg aufgestellten Solarmodulen, unter Umständen kann er jedoch darauf haften und ein beträchtliches Zusatzgewicht erzeugen. Zur Orientierung: 10 cm Nassschnee entsprechen einem Gewicht von 40 kg pro qm. In schneefallreichen Regionen lohnen sich daher spezielle Module mit widerstandsfähiger Glasabdeckung und einem besonders stabilen Rahmen.

Windlast: Kräfte, die durch Wind entstehen, können die Befestigungen der Solarmodule und des Montagesystems gefährden. Grundsätzlich entscheidet die Windlast darüber, wie nah die einzelnen Solarpanele am Rand des Dachs installiert sein dürfen, denn Dachfirst und Giebel sind besonders anfällig für starke Winde.

2. Wechselrichter und Zähler

Ein Wechselrichter wandelt den erzeugten Gleichstrom in haushaltskompatiblen Wechselstrom um. Damit das Wechselstromkabel kurz gehalten werden kann, sollte darauf geachtet werden, dass der Wechselrichter möglichst nah am Einspeisepunkt installiert wird. Der Zähler zur Messung der Einspeisung kann im Zählerschrank oder an jeder anderen passenden Stelle untergebracht werden.

3. Gerüst

Je nach Haus und Dach ist möglicherweise ein Gerüst notwendig, um die Solaranlage sicher anbringen zu können. Schrägdächer erfordern in der Regel ein solches, bei Flachdächern reichen oftmals Absturzsicherungen. Klären Sie vor Vertragsschluss mit dem Solarteur, ob ein Gerüst für die Montage im Preis inbegriffen ist.

4. Netzbetreiber

Damit Sie Strom ins öffentliche Netz einspeisen können, müssen Sie sich beim zuständigen Netzbetreiber anmelden. Treten Sie hierzu rechtzeitig mit dem Anbieter in Kontakt, um von Anfang an überschüssigen Strom verkaufen zu können. Der Vertragsschluss kann einige Wochen in Anspruch nehmen.

5. Einweisung

Damit Sie sich mit der eigenen Solaranlage auskennen, sollten Sie eine ausführliche Anleitung vom Fachbetrieb erhalten. Dazu zählt eine Einweisung in den Einspeisezähler ebenso wie in die Anlagenwartung und die Wechselrichterdaten.

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