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BAFA-Zuschuss für Erdwärme und Wärmepumpen voll ausnutzen

31.05.2011 | Energienachrichten

Seit Mitte März gibt es neue Förderrichtlinien für Wärmepumpen, Solarthermieanlagen und Biomasseheizungen. Erdwärmepumpen werden vom BAFA zukünftig mit mindestens 2.400 Euro je Anlage bezuschusst, bei steigender Leistung erhöht sich dieser Zuschuss. Voraussetzung ist nach wie vor das Erreichen einer Mindestarbeitszahl. Um das Potenzial möglicher BAFA-Zuschüsse voll auszunutzen, lohnt es sich über eine Kombination aus Wärmepumpe und Solar nachzudenken. Hier winkt zudem ein Kombinationsbonus. Wer sicherstellen will, ein auf die individuelle Immobilie zugeschnittenes Energiekonzept zu realisieren, sollte Planung und Umsetzung von einem Energie-Experten durchführen lassen.

Wärmepumpen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst. Wird Erdwärme genutzt, so ist in einem typischen Einfamilienhaus eine Arbeitszahl von 3,8 zu erreichen, um Anspruch auf einen Zuschuss von 2400 Euro zu haben. Ab 10 Kilowatt Nennwärmeleistung gibt es für jedes weitere Kilowatt zusätzlich 120 Euro. Bei 15 Kilowatt Wärmeleistung kann man so einen Zuschuss von 3000 Euro erhalten. Viele Immobilien benötigen aber hohe Vorlauftemperaturen im Heizsystem. Das beeinflusst wiederum die Arbeitszahl. Eine Möglichkeit, die geforderte Arbeitszahl zu erreichen, ist die Kombination einer Erdwärmepumpe mit einer Solarthermieanlage.

Solarthermieanlagen wurden bisher typischerweise mit einer neuen Gasheizung kombiniert. Hier lassen sich über einen Großteil des Jahres merklich Gaskosten einsparen. Bei einer Erdwärmeheizung, die bereits geringe Heizkosten verursacht, war eine Solarthermiekombination in herkömmlicher Ausführung zumindest bei primär wirtschaftlichem Kalkül des Hausbesitzers eher selten anzutreffen. Ein interessanter Ansatz einer Kombination von Solar- und Erdwärmetechnik ist, die durch Sonneneinstrahlung gewonnene Wärme immer dann in die Erdsonden oder den Flächenkollektor einzuspeisen, wenn Puffer- und Warmwasserspeicher bereits vollständig geladen sind. So wird zum einen die Solaranlage besser ausgelastet und zum anderen steht der Erdwärmeheizung kurzfristig ein höheres Temperaturniveau zur Verfügung. Unter bestimmten geologischen Bedingungen ist der solare Zugewinn auch über längere Zeit hinweg nutzbar.

Eine geschickte Kombination von Erdwärme- und Solaranlage kann dazu führen, die vom BAFA geforderte Arbeitszahl einfacher zu erreichen. Und auch ein Kombinationsbonus in Höhe von weiteren 500 Euro ist dann möglich. Dieser Kombinationsbonus wird gewährt, wenn gleichzeitig zur Erdwärmeheizung eine förderfähige thermische Solarkollektoranlage installiert wird. Diese theoretischen Erwägungen erfordern in der Praxis jedoch das Zusammenspiel versierter Experten. Für die erfolgreiche Koordination des Projekts ist es daher ratsam einen Energie-Experten hinzuzuziehen, der die energetischen Planungen übernimmt, anhand dieser die grundsätzliche Eignung des Systems für die Immobilie beurteilt und sich um die Beantragung der Fördermittel kümmert.


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