NordLink: Baustart für norwegisch-deutsches Seekabel
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NordLink: Baustart für norwegisch-deutsches Seekabel

08.08.2017 | Energienachrichten

Der künftige Stromaustausch zwischen Norwegen und Deutschland wird konkret. Im südnorwegischen Vollesfjord hat Anfang August die Verlegung der Stromleitung "NordLink" auf dem Meeresboden begonnen.

Ab dem Jahr 2020 sollen die Strommärkte Norwegens und Deutschlands über die Leitung miteinander verknüpft werden. Je nach Wetter- und Produktionslage fließt dann norwegischer Strom aus Wasserkraft nach Deutschland oder deutscher Windstrom in die umgekehrte Richtung. NordLink verfügt über eine Kapazität von 1.400 Megawatt, was der Leistung eines großen Atomkraftwerks entspricht.

Die Gleichstrom-Verbindung ist 623 Kilometer lang, davon werden 516 Kilometer als Seekabel verlegt. Auf deutscher Seite wird die Leitung bei Büsum an der schleswig-holsteinischen Westküste anlanden. Hier werden bereits jetzt Leerrohre eingezogen, bevor im Sommer nächsten Jahres die Seekabelverlegung durch das Wattenmeer und die deutsche Nordsee beginnt. Die Kabelenden aus Deutschland und Norwegen werden schließlich auf hoher See miteinander verbunden.

Ein ähnliches Leitungsprojekt existiert bereits seit rund acht Jahren zwischen Norwegen und den Niederlanden, allerdings mit einer nur halb so großen Kapazität. Hinter NordLink stehen zu gleichen Teilen der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett sowie auf deutscher Seite die staatliche Förderbank KfW und der Netzbetreiber Tennet.

© 2017 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

Speichersee, Pumpspeicher
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