Sonntag, 26. September 2021

Strompreise in Deutschland - Was kostet Strom?

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Verkehrte Stromtarif-Welt

Warum sparsame Verbraucher mehr bezahlen

Verbraucher, die bewusst Strom sparen, entlasten das Klima und reduzieren gleichzeitig ihre Kosten - sollte man meinen. Tatsächlich aber zahlen Haushalte mit niedrigem Strombedarf - auf die Kilowattstunde gerechnet - mehr als solche mit hohem Verbrauch. Ein Trend, der vor allem in den letzten Jahren immer deutlicher ausfällt.

Schieflage bei Grund- und Arbeitspreis

Woran liegts? Stromtarife für Privathaushalte bestehen klassischerweise aus einem Grundpreis und einem Arbeitspreis. Der Arbeitspreis wird in Cent pro Kilowattstunde berechnet und ist demzufolge eine verbrauchsabhängige Größe. Mit anderen Worten: Sparsame Stromkunden reduzieren an dieser Stelle ihre Kosten. Demgegenüber wird der Grundpreis als feste, zumeist monatliche Gebühr erhoben. Er ist verbrauchsunabhängig und bleibt im Vertragszeitraum konstant. Das Problem: Während sich die durchschnittlichen Arbeitspreise von Stromtarifen in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit lediglich um wenige Prozent erhöht haben, sind die Grundpreise um mehr als 30 Prozent gestiegen.

Im Umkehrschluss bedeutet dies: Die Stromkosten für kleine bzw. verbrauchsarme Haushalte haben sich gegenüber der Kostenlast größerer, verbrauchsintensiver Haushalte spürbar erhöht.

Stromsparen wird nicht belohnt

Zusammengefasst: Je höher der Stromverbrauch im Haushalt ist, desto niedriger sind die Strompreiserhöhungen der letzten Jahre ins Gewicht gefallen. Eine Entwicklung, die das Stromsparen aus Kostengründen immer weniger attraktiv macht und damit aus Klimaschutz-Sicht bedenklich ist. Um ein bewusstes und sparsames Verbrauchsverhalten gezielt zu belohnen, müsste also eher der Arbeitspreis pro Kilowattstunde im Vergleich zur monatlichen Grundgebühr ansteigen.

Netzkosten verteuern Grundpreis von Stromtarifen

Die Hauptursache für die seit Jahren überproportional steigenden Grundpreise liegt in den explodierenden Netzkosten. Die von den Netzbetreibern erhobenen Entgelte machen inzwischen mehr als ein Viertel des Strompreises aus. Damit sind sie noch vor der EEG-Umlage und dem Versorgeranteil der größte Posten auf der Stromrechnung von Privathaushalten.

Unser Tipp:

  • Haushalte mit niedrigem Stromverbrauch sollten bei der Stromtarifwahl auf einen möglichst günstigen Grundpreis achten - denn trotz der allgemeinen Preiserhöhungen gibt es zwischen den Anbietern spürbare Kostenunterschiede.
  • Verbrauchsintensive Haushalte sparen hingegen am meisten durch einen möglichst geringen Arbeitspreis pro Kilowattstunde.

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