Sonntag, 26. September 2021

Strompreise in Deutschland - Was kostet Strom?

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Kohleausstieg und Strompreise

Müssen Verbraucher steigende Kosten befürchten?

Umfragen und Wahlergebnisse belegen: Die Bundesbürger sind für die Themen Klimaschutz und Energiewende sensibilisiert wie selten zuvor. Deshalb befürwortet auch das Gros der Haushalte in Deutschland den geplanten Kohleausstieg - und das nach Möglichkeit sogar noch vor dem von der Kohlekommission veranschlagten Ausstiegsdatum zwischen 2035 und 2038. Vielfach wird das Ende der Kohleverstromung jedoch in einem Atemzug mit steigenden Strompreisen für Verbraucher genannt. Dass ein solches Szenario nicht zwangsläufig eintreten muss, zeigt eine neue Studie der Berliner Denkfabrik Agora Energiewende.

Energiemarkt-Experten geben Entwarnung

Die Agora-Experten haben die Empfehlungen der "Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung", kurz Kohlekommission, im Hinblick auf deren energiewirtschaftliche Bedeutung analysiert. Und sie resümieren: Der Kohleausstieg wird bei einem weiterhin engagierten Ausbau erneuerbarer Energien kaum Auswirkungen auf die Strompreise in Deutschland haben. Eine Kilowattstunde Strom werde im Jahr 2030 in etwa so viel kosten wie heute, wenn die Kohleverstromung, wie geplant, um zwei Drittel zurückgehe und der Anteil regenerativer Energien auf 65 Prozent steige. Anders als bei einem "Weiter-wie-bisher-Szenario" werde der wachsende Beitrag von Solar- und Windkraftanlagen sogar vermehrt günstigen Strom bereitstellen, sagt die Analyse.

Sollten Politik und Energiewirtschaft dem Ausstiegsfahrplan der Kommission folgen, würde die Kohlekraft in Deutschland im Jahr 2030 noch bei einer Restleistung von 17 Gigawatt liegen. Mit einem solchen Rückgang würden die jährlichen CO2-Emissionen im Stromsektor erheblich sinken - ein entscheidender Beitrag zum Erreichen der Klimaziele 2030.

Rekord-Strompreise: Wann wird der Kostengipfel überschritten?

Momentan bezahlen Haushalte in Deutschland Strompreise in Rekordhöhe. Unser Dashboard für Strompreise zeigt: Aktuell liegt der bundesweite Durchschnittspreis für eine Kilowattstunde Strom vom Grundversorger bei 34,72 Cent pro kWh.

Die Preisberechnungen von StromAuskunft.de zeigen außerdem: Bis auf die Ausnahmejahre 2015 und 2016 sind die Strompreise in Deutschland seit der Jahrtausendwende kontinuierlich gestiegen und haben sich in diesem Zeitraum sogar verdoppelt. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf die staatlichen Preisbestandteile, die inzwischen deutlich über die Hälfte der Stromrechnung für Privathaushalte ausmachen.

Doch ausgerechnet dieser Faktor lässt auf eine zumindest mittelfristige Entspannung bei den Strompreisen hoffen. Beispiel EEG-Umlage: Dieser Beitrag der Stromverbraucher zur Förderung erneuerbarer Energien ist nach starken Anstiegen in der Vergangenheit jüngst relativ konstant geblieben. Agora Energiewende prognostiziert diesbezüglich sogar einen baldigen Kostengipfel. Weil Anlagen der ersten Generation in Kürze aus der EEG-Förderung fallen, sinke die Umlage bereits in wenigen Jahren schrittweise ab.

Unsere Empfehlung: Anbieterwechsel ist der beste Strompreisdrücker

Welche Auswirkungen Kohleausstieg, CO2-Preis oder EEG-Umlage auf den Strompreis auch haben mögen - eine Strategie bleibt für Verbraucher stets die wirkungsvollste, um sich von teuren Tarifen zu verabschieden: der Stromanbieterwechsel. Wenn Sie von einem teuren Stromtarif - darunter fällt vor allem die örtliche Grundversorgung - zu einem günstigen, aber garantiert fairen und vertrauenswürdigen Versorger wechseln, können Sie mehrere Hundert Euro im Jahr sparen. Das gilt übrigens auch für umweltbewusste Wechsler, denn in der Regel sind Ökostromtarife heute günstiger als die teure Grundversorgung. Und wenn Sie beim Anbieterwechsel möglichst wenig Aufwand betreiben und trotzdem stets im besten Tarif bleiben möchten, dann nutzen Sie einfach unseren kostenlosen Stromanbieter-Wechselservice.

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