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Stromerzeugung in Deutschland

Die Stromerzeugung in Deutschland befindet sich auf Grund der Energiewende in einem stetigen Wandel. Bedingt durch den Ausstieg aus der Atomkraft und die amibtionierten europäischen Klimaziele steigt der Anteil der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen, insbesondere Wind und Sonne deutlich an.

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Strommix in Deutschland, 1990-2017
Entwicklung der prozentualen Anteile der Energieträger in der Bruttostromerzeugung

Stromerzeugung nach Energieträgern

Schaut man sich in der Grafilk die Stromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern an, so wird deutlich, dass der Anteil der erneuerbaren Energien den größten Zuwachs in den letzten Jahren einnimmt und mittlerweile bei 33 % liegt. In Summe produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im Jahr 2017 ca. 210 TWh und hatten einen Zuwachs von 15% gegenüber dem Vorjahr.

Stromerzeugung aus Windenergie

Die Windenergie produzierte im Jahr 2017 ca. 104 TWh und ist mit einem Anteil von über 16 % an der Stromerzeugung in Deutschland erstmals zweitstärkste Energiequelle nach der Braunkohle und liegt damit vor der Steinkohle und der Kernenergie.

Stromerzeugung aus Sonnenenergie

Photovoltaikanlagen speisten im Jahr 2017 ca. 38,4 TWh in das öffentliche Netz ein. Der Anteil der Sonnenergie durch PV - Anlagen liegt damit bei 6,1 %. Im Juni 2017 war die monatliche Stromerzeugung von PV-Anlagen höher als von Steinkohlekraftwerken.

Stromerzeugung aus Wasserkraft und Biomasse

Die Wasserkraft produzierte ca. 20,9 TWh und aus Biomasse wurden ca. 47 TWh produziert

Stromerzeugung aus Braunkohle und Steinkohle

Der meiste Strom in Deutschland wird nach wie vor durch Kohle erzeugt. Der Anteil der Braunkohle liegt bei 22,6 Prozent und der Anteil von Steinkohle beträgt 14,6 Prozent. Die Entwicklung zeigt in beiden Fällen eine abnehmende Tendenz. Braunkohlekraftwerke produzierten ca. 134 TWh netto und Steinkohle 83 TWh.

Stromerzeugung aus Kernkraft

Die Nettostromproduktion aus Kernkraftwerken ist weiterhin Rückläufig und betrug ca. 72 TWh. Der Ausstieg aus der Atomkraft ist bis 2022 von der Bundesregierung vorgesehen.

Stromerzeugung aus Gaskraftwerken

Gaskraftwerke haben ca. 46 TWh netto für die öffentliche Stromversorgung produziert.

Lesetipp: Ausführlichen Informationen zum Strommix in Deutschland

Entwicklung der Bruttostromerzeugung in Deutschland

Tabelle: Stromerzeugung in Deutschland 1990–2017.

 

Energieträger 1990 2000 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 20162017
Braunkohle 31,1 25,7 24,5 23,0 24,5 25,5 25,2 24,8 23,9 23,1 22,6
Kernenergie 27,7 29,5 22,6 22,2 17,6 15,8 15,2 15,5 14,2 13,1 11,6
Steinkohle 25,6 24,8 18,1 18,5 18,3 18,5 19,9 18,9 18,2 17,0 14,6
Erdgas 6,5 8,5 13,6 14,1 14,0 12,1 10,6 9,7 9,6 12,1 13,1
Mineralölprodukte 2,0 1,0 1,7 1,4 1,2 1,2 1,1 0,9 1,0 0,9 0,9
Windenergie onshore 1,6 6,5 6,0 8,0 8,0 8,0 8,9 11,0 10,3 13,3
Windenergie offshore 0,1 0,2 1,3 2,0 2,8
Wasserkraft 3,6 4,3 3,2 3,3 2,9 3,5 3,6 3,1 2,9 3,3 3,0
Biomasse 0,3 4,4 4,7 5,3 6,3 6,5 6,9 6,9 7,0 7,0
Photovoltaik 0,0 1,1 1,8 3,2 4,2 4,9 5,7 6,0 5,9 6,1
Hausmüll 0,3 0,7 0,7 0,8 0,8 0,8 1,0 0,9 0,9 0,9
Übrige Energieträger 3,5 3,9 3,6 4,2 4,2 4,1 4,1 4,3 4,1 4,3 4,3
regenerativer Anteil 3,6 6,6 15,9 16,6 20,2 22,8 23,9 25,9 29,0 29,5 33,1

 

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.

Bruttostrom, Nettostrom, Stromabgabe, Stromabnahme

Bei der Erzeugung von Strom wird physikalisch gesehen eine primäre Energiearten in elektrische Energie umgewandelt. Zu den primären Energiequellen zur Erzeugung von Strom gehören die regenerativen Energiequellen Sonnen, Wind, Biomasse und Wasserkraft sowie die fossilen Brennstoffe wie Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas und drittens Kernbrennstoffe wie beispielsweise Uran. Die wichtigsten Primärenergieträger sind Braunkohle, Kernenergie, Steinkohle, Erdgas, Wind, Wasserkraft und Sonne.

Von der Stromerzeugung bis zur konkreten Bereitstellung durchläuft elektrischer Strom vier Stadien:

Der ursprünglich erzeugte Bruttostrom (1) wird abzüglich des Eigenverbrauchs der Kraftwerke zum Nettostrom (2) und nach weiteren, transportbedingten Arbeitsverlusten im Netz zur Stromabgabe (3). Die letztlich dem Kunden zur Verfügung stehende Leistung ergibt sich abzüglich des Betriebsverbrauchs durch den Netzbetreiber und ist die sogenannte Stromabnahme (4).

Aussagen zur Entwicklung der erneuerbare Energien

"In Summe produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im Jahr 2017 ca. 210 TWh. Sie liegen damit 15% über dem Niveau des Vorjahres mit 182 TWh. Der Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung, d.h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag bei ca. 38%. Der Anteil an der gesamten Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“ liegt bei ca. 35%."

Quelle: Fraunhofer ISE

„Die Energiewende bestimmt die Dynamik der Entwicklung der Strom- und Gasmärkte in Deutschland.  Die Stromerzeugung ist in den letzten Jahren von einem Rückgang der Erzeugung aus konventionellen Energieträgern bei einem gleichzeitigen Anstieg der Erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern geprägt. Insgesamt war die Netto-Stromerzeugung mit 581,3 TWh im Jahr 2014 gegenüber dem Berichtsjahr 2013 mit 593,5 TWh um 12,2 TWh rückläufig.  Die Netto-Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energieträger stieg um 8,4 TWh auf 154,8 TWh (2014). Am meisten zugenommen hat dabei die Stromerzeugung aus Windenergie (an Land) mit einer Erzeugungsmenge von 55,9 TWh. Das Anlagenregister ist in Betrieb gegangen. Es dient der Überwachung des Zubaus, der Berechnung der zubauabhängigen Fördersätze sowie der besseren Integration der Erneuerbaren Energien.“

Quelle: Monitoringbericht der Bundesnetzagentur

Wer erzeugt Strom in Deutschland?

In Deutschland gibt es zwar über 1100 Stromanbieter, jedoch erzeugen die 4 größten Stromerzeuger Innogy (RWE), E.ON, EnBW und Vattenfall rund 67 Prozent des deutschen Strommarktes. Damit ist der Stromerstabsatzmarkt ist mit einem Anteil von 67 Prozent (Erzeugungsmengenanteil) bei den großen 4 Versorgern weiterhin konzentriert. Zwar geht der Anteil der vier absatzstärksten Unternehmen zurück, aber die Stromerzeugung und damit die allgemeine Versorgung eines Landes wird zum überwiegenden Teil von einigen wenigen Energieversorgungsunternehmen, kurz EVU, sichergestellt.

"Auf dem Markt für die Belieferung von Industriekunden (RLM-Kunden) setzten die vier absatzstärksten Unternehmen im Jahr 2014 insgesamt ca. 88 TWh ab. Der aggregierte Marktanteil der vier Unternehmen (CR 4) beträgt auf dem bundesweiten RLM-Kunden-Markt somit rund 33 Prozent (Vorjahreswert: 34 Prozent). Auf dem bundesweiten Markt für die Belieferung von Haushaltskunden oder Kleingewerbekunden (SLP-Sondervertragskunden (ohne Heizstrom)) betrug der kumulierte Absatz der vier absatzstärksten Unternehmen im Jahr 2014 ca. 37 TWh. Der aggregierte Marktanteil der vier Unternehmen (CR 4) beträgt auf diesem Markt somit rund 36 Prozent.

Diese Werte liegt deutlich unter den gesetzlichen Schwellen für die Vermutung einer marktbeherrschenden Stellung (§ 18 Abs. 4 und 6 GWB). Das Bundeskartellamt geht davon aus, dass auf dem Markt für die Belieferung von RLM- Kunden inzwischen kein Anbieter mehr marktbeherrschend ist." (Quelle Bundesnetzagentur)


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