Samstag, 21. Januar 2017
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Stromerzeuger - RWE, E.ON, EnBW, Vattenfall

Die Stromerzeugung und damit die allgemeine Versorgung eines Landes wird zum überwiegenden Teil von Energieversorgungsunternehmen, kurz EVU, sichergestellt. In Deutschland gibt es über 1000 Stromanbieter, jedoch erzeugen die 4 größten Stromerzeuger RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall rund 80 Prozent des deutschen Strommarktes.

 

RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall. Die großen vier Stromerzeuger in Deutschland.

Was versteht man unter Stromerzeugung?

Unter dem Begriff Stromerzeugung versteht man im Allgemeinen die Herstellung von Elektrizität – physikalisch gesehen ist dies immer eine Umwandlung primärer Energiearten bzw. Energiequellen in elektrische Energie. Als Energiequellen gelten erstens Sonnenenergie und die davon abhängigen Energieformen Biomasse, Wind- und Wasserkraft, zweitens fossile Brennstoffe wie Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas, die gewissermaßen gespeicherte Sonnenenergie aus vergangenen Zeiten sind, und drittens Kernbrennstoffe wie beispielsweise Uran.

E.ON ist drittgrößter Stromerzeuger in der Welt

Auf der Liste der größten Stromproduzenten der Welt belegt Deutschland aktuell den sechsten Rang – global führend sind die USA, gefolgt von China, Japan, Russland und Indien. Der deutsche Energiekonzern E.ON ist im direkten Unternehmensvergleich der weltweit drittgrößte Stromproduzent.

In Deutschland werden zur Stromerzeugung derzeit hauptsächlich die Primärenergien Braunkohle, Steinkohle sowie in geringerem Maße Erdgas genutzt. Der Ausstieg aus der Kerneregie wurde im Jahr 2012 beschlossen, parallel dazu wird der Anteilder erneuerbarer Energien stark ausgbaut.

Von der Stromerzeugung bis zur konkreten Bereitstellung durchläuft elektrischer Strom vier Stadien

Der ursprünglich erzeugte Bruttostrom (1) wird abzüglich des Eigenverbrauchs der Kraftwerke zum Nettostrom (2) und nach weiteren, transportbedingten Arbeitsverlusten im Netz zur Stromabgabe (3). Die letztlich dem Kunden zur Verfügung stehende Leistung ergibt sich abzüglich des Betriebsverbrauchs durch den Netzbetreiber und ist die sogenannte Stromabnahme (4).

Kraftwerkstypen der Stromerzeuger

Zur Stromerzeugung werden eine Reihe verschiedener Kraftwerkstypen eingesetzt, unter denen das Wärmekraftwerk derzeit von größter Bedeutung ist. Die am häufigsten genutzten Wärmekraftwerke sind Dampfkraftwerke, in denen hochgespannter Wasserdampf Turbinen antreibt. Die für die Dampfkessel benötigte Primärenergie kann durch fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Gas sowie aus erneuerbaren Trägern wie Holz oder Biogas erzeugt werden. Aber auch Kernkraftwerke sind im Prinzip Wärmekraftwerke – die bei der Kernspaltung entstehende Wärme erzeugt Wasserdampf, der mittels Turbinen Generatoren antreibt. Weitere Kraftwerkstypen sind Wind- und Wasserkraftwerke, Solarkraftwerke sowie geothermische Verfahren. Im Gegensatz zu Wärmekraftwerken nutzen Letztere ausschießlich erneuerbare Primärenergien.

Stromerzeugung im Zeichen des EEG

Das ursprünglich im Jahr 2000 erlassene Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, fördert explizit den Ausbau regenerativer Quellen. Grundgedanke ist die Schaffung von wirtschaftlichen Anreizen durch die staatliche Bezuschussung entsprechender Anlagen. Gefördert wird die Stromerzeugung aus Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie, Biomasse, Geothermie und Biogas. Das EEG dient vorrangig dem Klimaschutz und der schrittweisen Verringerung fossiler Brennstoffe und wurde in seinen Grundzügen bislang von 47 weiteren Staaten übernommen.

Seit 2005 ist jedes deutsche Energieversorgungsunternehmen gesetzlich verpflichtet, die zur Stromerzeugung genutzten Quellen in prozentualen Anteilen offenzulegen. Der Verbraucher erhält somit klare Transparenz über die Herkunft des bezogenen Stroms und kann auf Basis von Umweltaspekten eine eventuelle Kaufentscheidung treffen. Diese oftmals als „Strommix" betitelte Kennzeichnung findet sich sowohl auf der Jahresabrechnung als auch auf sämtlichen Werbematerialien und Internetseiten der Stromanbieter.

Atlas der Stromerzeugung in Deutschland

Der Stromerzeugungatlas vom Kollegen Thorsten Zoerner zeigt, dass die Erzeugung von Strom in Deutschland nicht gleichmäßig verteilt ist. Im Schnitt werden per 19.02.2014 für jeden Bundesbürger 2,3 KW zur Stromerzeugung vorgehalten. Es gibt aber sehr goßre regionale Unterschiede. So stehen in Brandenburg für jeden Einwohner 5,8 KW an Netto-Kapazität zur Verfügung, in Hessen aber nur 0,9 KW.

Lesen Sie auch den Blogbeitrag: Stromerzeugungsatlas 2014 – Deutsche Bundesländer im Vergleich

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