Sonntag, 25. September 2022

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Solaranlage mit Stromspeicher

Solaranlage mit Stromspeicher

Strom erzeugen und speichern

Bei den hohen Stromkosten lohnt es sich als Betreiber einer Solaranlage, möglichst viel des selber erzeugten Strom zu verbrauchen. Dafür benötigen Sie einen Stromspeicher, mit dem die schwankenden Stromerträge durch Solarenergie ausgeglichen werden. Zu sonnenreichen Zeiten werden die Speicher mit Stromüberschüssen geladen, um in sonnenarmen Zeiten entladen zu werden. Damit erhöhen Photovoltaik-Stromspeicher die Versorgungssicherheit und entlasten zugleich die Stromnetze.

Sie planen die Anschaffung einer Solaranlage mit Stromspeicher? Wir helfen Ihnen Schritt für Schritt bei der Planung, Auswahl und Installation des Systems. Bei uns finden Sie unabhängige Informationen, können sich kostenlos Angebote von zertifizierten Partnern erstellen lassen und Preise für PV-Anlagen mit Speicher vergleichen.

Wie funktionieren Stromspeicher für Photovoltaikanlagen?

Solarstromspeicher

Mit einem Komplettsystem aus PV-Anlage und Batteriespeicher muss der gewonnene Solarstrom nicht unmittelbar verbraucht bzw. weitergeleitet werden, sondern kann gespeichert und erst im konkreten Bedarfsfall genutzt werden. Erzeugung und Verbrauch sind auf diese Weise zeitlich entkoppelt, und der besonders lukrative Eigenverbrauchsanteil steigt deutlich. Eine Sonnenbatterie speichert den gewonnenen Solarstrom in einem elektrochemischen Speicher. In der Regel kommen hierfür entweder Lithium-Ionen- oder Blei-Säure-Akkus zum Einsatz. Um Energieverluste klein zu halten, wird eine intelligente Steuerungstechnik verwendet.

Ist der Akku des Stromspeichers voll geladen und besteht überdies kein Energiebedarf im Haushalt, wird der überschüssige Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Produziert die Anlage weniger Strom als im Haushalt benötigt wird, greift die Anlage auf den gespeicherten Strom zurück. Erst wenn der Speicher leer ist und die Anlage nicht ausreichend Strom liefert, wird Netzstrom bezogen.

Den selbst erzeugten Sonnenstrom für den Eigenbedarf zu speichern, ist für Betreiber von PV-Anlagen inzwischen sehr sinnvoll. Denn der Anteil am heimischen Stromverbrauch lässt sich damit, je nach Anlagengröße, auf über 60 Prozent steigern. In den Sommermonaten können sich Hausbesitzer damit schon heute unabhängig von Ihrem Stromanbieter machen und sich ausschliesslich mit klimafreundlichem Eigenstrom versorgen. Wichtige Kennzahlen bei der Planung eines Komplettsystems aus Photovoltaikanlage und Solarstromspeicher sind der solare Eigenverbrauchsanteil und der solare Deckungsgrad.

Merke: Das Prinzip ist ganz einfach: Die Batterie speichert den tagsüber produzierten Solarstrom elektrochemisch. So kann der Strom zeitlich entkoppelt, also auch abends und nachts, verbraucht werden.

Was sind die Vorteile einer PV-Anlage mit Stromspeicher?

Eine Solarstrom-Komplettanlage bietet Ihnen verschiedene Nutzeffekte. Wie sehen diese in der Praxis aus?

  • Finanzielle Ersparnis

Da der Preis für Haushaltsstrom aus dem öffentlichen Netz derzeit weit über den Kosten von selbst erzeugtem Solarstrom liegt, lassen sich über eine PV-Anlage mit Stromspeicher attraktive Renditen generieren.

  • Energie-Autarkie

Eine Komplettanlage mit Stromspeicher macht Verbraucher weniger abhängig vom öffentlichen Stromnetz. Das heißt: Sie sind weitgehend gegen Strompreiserhöhungen gewappnet, da Sie einen Großteil Ihres Strombedarfs selbst decken. Damit fördern Sie gezielt Ihre energetische Unabhängigkeit.

  • Klimaschutz

Je höher der Eigenverbrauch, desto klimafreundlicher. Mit einer Solarstrom-Komplettanlage können Sie Ihren Eigenverbrauch auf bis zu 60 Prozent anheben. In den Sommermonaten ist es sogar möglich, sich gänzlich ohne Netzstrom zu versorgen. Auf diese Weise muss weniger Strom aus fossilen Energiequellen bereitsgestellt werden.

  • Stromnetzentlastung

Je mehr Strom Sie für Ihren Eigenverbrauch nutzen, desto mehr entlasten Sie die öffentlichen Stromnetze. Der dezentral gewonnene Strom wird nicht viele Kilometer transportiert, sondern unmittelbar vor Ort erzeugt und verwendet bzw. zwischengespeichert. Damit fördern Sie die Netzstabilität und letztlich die Versorgungssicherheit.

Worauf muss ich bei einer Solarstrom-Komplettanlage achten?

Welche Komponenten gehören zu einer Photovoltaik-Komplettanlage? Achten Sie bei den entsprechenden Angeboten darauf, dass die Anlage folgende Bauteile enthält:

  • Solarmodule
  • Stromspeicher
  • Wechselrichter
  • Montagegestell
  • Solarkabel
  • Zähler

Wo kann ich eine Solaranlage mit Speicher kaufen?

Wenn Sie die Anschaffung eines Solarstromspeichers planen, sollten Sie sich von einem entsprechenden Fachbetrieb unterstützen lassen. Denn der Speicher muss sowohl zur Ihren persönlichen Bedarfsanforderungen passen, als auch der Größe Ihrer Photovoltaikanlage entsprechen. Auch in Fragen der Finanzierung und Förderung weiß ein Fachbetrieb Antworten. Kostenlose Angebote erhalten Sie in unserer Solaranlagen Kaufberatung.

Was kosten Stromspeicher?

Die Kosten für einen Stromspeicher zur Anwendung im Privathaushalt liegen je nach Hersteller und Größe zwischen 6.000 und 15.000 Euro. Bei einer idealen Abstimmung von Speicher und Photovoltaikanlage kann gegenwärtig ein Preis von rund 27 Cent für die gespeicherte Kilowattstunde erzielt werden. Bei einem durchschnittlichen Strompreis in Deutschland von fast 40 Cent pro Kilowattstunde bleibt für Nutzer von speicherkombinierten PV-Anlagen unter dem Strich schon heute ein Gewinn.

Kostenberechnung Stromspeicher: Wichtige Kennzahlen

  • Technologie: z.B. Lithium-Ionen-Akku mit flüssigkeitsbasierter Temperatursteuerung
  • Nennkapazität: z.B. 6,4 kWh für Tageszykluseinsatz
  • Garantie: min. 10 Jahre
  • Systemwirkungsgrad/Effizienz: z.B. 92%
  • Entladetiefe (DoD): z.B. 0,9 %
  • Vollzyklen: z.B. 5.000
  • Verkaufspreis: z.B. 6.000 €

Berechnung der Kosten pro Kilowattstunde: 6,4 kWh * 5.000 * 0,92 * 0,9 = 26.496 kWh

Selbst erzeugter Solarstrom ist heute deutlich günstiger als Haushaltsstrom vom Energieversorger. Deshalb ist die Maximierung des Eigenverbrauchs ein entscheidender Vorteil von Solarstromspeichern.

Rechnen sich PV-Anlagen mit Speicher?

Verbraucher in Deutschland zahlen für Haushaltsstrom durchschnittlich rund 38,22 Cent pro kWh. Bei einer Komplettlösung aus Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Installation liegt die Kilowattstunde Speicherstrom derzeit bei etwa 27 Cent - Tendenz sinkend. Unter dem Strich bleibt also schon heute ein Gewinn.

Sowohl für Stromspeicher als auch Solaranlagen gilt bis zu einer gewissen Minimalgrenze: Je kleiner, desto profitabler. Denn bei kleiner dimensionierten Systemen liegt der besonders lohnenswerte Eigenverbrauch automatisch höher. Experten-Tipp für einen Vier-Personen-Haushalt: Ein Batteriepeicher zwischen vier und sechs Kilowattstunden und eine Photovoltaikanlage mit drei bis vier Kilowatt Peak sind ideal.

Speicherpreise sinken dank hoher Nachfrage und starkem Wettbewerb

"Für immer mehr Verbraucher und Unternehmer werden Solarstromspeicher zum unverzichtbaren Baustein der eigenen Energieversorgung. Sie ermöglichen es, einen Großteil des selbst erzeugten Solarstroms auch selbst zu verbrauchen, sie garantieren Versorgungssicherheit und stabile Strompreise. Alles spricht dafür, dass sich die Nachfrage nach Solarstromspeichern in den nächsten Jahren vervielfachen wird."

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Die gespeicherte Kilowattstunde Solarstrom war im Jahr 2015 mit Kosten von rund 27 Cent erstmals günstiger als durchschnittlicher Haushaltsstrom vom Versorger (30 ct/kWh). Im Verlauf der letzten zehn Jahre haben die steigende Nachfrage und der zunehmende globale Wettbewerb zu starken Preisstürzen bei gleichzeitigen Effizienzsprüngen geführt. Da im Zuge des erwarteten Durchbruchs der Elektromobilität immer mehr Unternehmen und Konzerne verschiedenster Sparten (Tesla, Daimler etc.) in Speichertechnologien investieren, ist eine weiterhin hohe Dynamik bei Speicherpreisen vorprogrammiert.

Gibt es ein Förderprogramm für Stromspeicher?

Bei der Anschaffung einer PV-Anlage mit Stromspeicher können Sie vom staatlichen Förderprogramm "Erneuerbare Energien Standard – Klimafreundlich Strom und Wärme erzeugen" der bundeseigenen KfW-Bank profitieren.

-> Zum Förderprogramm "Erneuerbare Energien Standard – Klimafreundlich Strom und Wärme erzeugen"

-> Merkblatt (PDF) mit allen Informationen zur KfW-Förderung

Welche Stromspeichertypen gibt es?

Solarstromspeicher sind in der Regel elektrochemische Speicher, die entweder auf Blei-Säure-Basis oder Lithium-Ionen-Basis arbeiten.

Blei-Säure-Akkus sind günstiger in der Anschaffung, haben aber eine geringere Lebensdauer und einen schlechteren Wirkungsgrad. Lithium-Ionen-Akkus sind derzeit noch teurer, haben dafür aber einen besseren Wirkungsgrad und eine deutlich längere Lebensdauer. Sie werden als zukunftsfähigere der beiden Technologien beurteilt.

Kennzahlen: Blei-Säure-Akkus vs. Lithium-Ionen-Akkus

Blei-Säure-Akku Lithium-Ionen-Akku
Wirkungsgrad ca. 65 - 85 % ca. 85 - 95 %
Ladezyklen ca. 2 - 3000 ca. 6 - 8000
Lebensdauer ca. 5 - 7 Jahre ca. 15 - 20 Jahre
Anschaffungskosten* ca. 2.000 Euro ca. 3.500 Euro
* Preise in Euro für Batteriespeicher mit einer Energie von 4 bis 5 kWh je tatsächlich nutzbarer kWh.
 

Lohnt sich die Nachrüstung eines Stromspeichers für meine PV-Anlage?

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Die Antwort hängt von der Größe Ihrer Solaranlage, Ihrer aktuellen Einspeisevergütung sowie Ihres Stromverbrauches ab.

Einerseits sind die Vergütungssätze für Solarstrom sukzessive gesunken, so dass die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz inzwischen weniger rentabel ist. Andererseits sind aber auch die Kosten für Haushaltsstrom stark gestiegen. Aufgrund fortschreitender Technik und sinkender Systempreise ist Solarstrom vom eigenen Dach heute deutlich günstiger als Haushaltsstrom vom Versorger. Die Nachrüstung eines Stromspeichers zur Maximierung des Eigenverbrauchs ist häufig nicht rentabel, da die Vergütungssätze für die Einspeisung ins öffentliche Netz bei älteren Anlagen noch deutlich höher sind.

Eigenverbrauch steigert Rendite

Durch PV-Anlagen gewonnener Solarstrom hat einen entscheidenden Nachteil: Die Energie muss unmittelbar nach der Erzeugung verbraucht oder weitergeleitet werden. Erst durch Stromspeicher wird die zeitliche Entkopplung von Stromerzeugung und -verbrauch möglich.

Betreiber von Photovoltaikanlagen profitierten in der Vergangenheit fast ausschließich von der sogenannten Einspeisevergütung. Diese wird von den Netzbetreibern gezahlt, sobald selbst erzeugter Solarstrom an die öffentlichen Netze abgegeben wird. Der solare Eigenverbrauch war und ist ohne Stromspeicher gering, da sich die Stromerträge einer PV-Anlage nach Witterung und Tageszeit richten, nicht nach dem tatsächlichen Strombedarf. Das Problem: Die ehemals sehr rentable Einspeisevergütung wird vom Gesetzgeber nach und nach gekürzt und ist heute deutlich unattraktiver als ein hoher Eigenverbrauch.

Erst durch die Kombination von Solarstromanlage und Batteriespeicher wird der Zwang zum direkten Verbrauch bzw. zur Einspeisung ins öffentliche Netz aufgehoben. So können die hohen Sonnenstromerträge beispielsweise während der Mittagsstunden gespeichert und auch abends oder nachts genutzt werden. Dadurch erzielen Haushalte mit speicherkombinierter PV-Anlage nicht nur höhere Renditen, sie werden zugleich unabhängiger vom Energieversorger. Schon heute wird jede zweite neue Photovoltaikanlage in Deutschland mit einem Speicher ausgeliefert. Ein wachsender Trend, denn inzwischen gilt: Eigenverbrauch ist rentabler als Einspeisung.

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