Montag, 09. Dezember 2019

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Was bringt eine Solaranlage?

Für die Auswahl der passenden Solaranlage ist die Leistung ein entscheidendes Kriterium. Sie definiert die mögliche Ertragshöhe der Anlage und damit letztendlich auch die zu erwartende Rendite. Die Leistung von Solarstromanlagen wird in Watt Peak (Wp) bzw. Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Wichtig: Bei dem jeweiligen Wert handelt es sich um die mögliche Spitzenleistung, auch Nennleistung genannt. Diese wird in der Regel jedoch nur unter Laborbedingungen oder während idealer Umgebungsverhältnisse erzielt. Als Richtwert schafft die Nennleistung zwar eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Anlagentypen, der tatsächliche Stromertrag wird jedoch nur eingeschränkt abgebildet.

Rechenbeispiel: Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt verbraucht jährlich etwa 4.000 Kilowattstunden Strom. Ein Kilowatt-Peak entspricht 1.000 Watt und benötigt eine durchschnittliche Dachfläche von zehn Quadratmetern. Der Jahresbedarf des Vier-Personen-Haushaltes wird also theoretisch durch eine 40 Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit vier Kilowatt-Peak Nennleistung gedeckt.

Die durchschnittliche Photovoltaikanlage für ein deutsches Eigenheim (Stand 2017) verfügt über 28 Solarmodule, eine Leistung von sieben Kilowatt-Peak, erzeugt etwa 7.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr und kann damit den theoretischen Bedarf von mehr als fünf Personen decken.

Die wichtigsten Leistungsfaktoren

Die reelle Leistung einer Solaranlage im alltäglichen Betrieb hängt von verschiedenen Faktoren ab, die Betreiber schon vor dem Kauf und der Installation des Systems berücksichtigen sollten.

  • Standort, Fläche, Ausrichtung, Neigung

Ausgehend vom Wohnort lassen sich Prognosen über die jährlichen Sonnenstunden ableiten – in Süddeutschland herrscht beispielsweise eine durchschnittlich höhere Sonneneinstrahlung als in Norddeutschland. Die zur Verfügung stehende Dachfläche gibt wiederum Aufschluss über die maximale Leistung der künftigen Anlage, während Neigungswinkel und Ausrichtung bestimmen, wie viel Sonne eingefangen werden kann und welche Art von Solarmodulen zum Einsatz kommen muss.

  • Module und Wechselrichter

Die Leistung der Anlage ist natürlich auch vom gewählten Modultyp abhängig. Solarmodule unterscheiden sich im Wesentlichen durch das jeweilige Herstellungsverfahren und die eingesetzten Trägermaterialien. Der Markt bietet zwei hauptsächliche Typen: kristalline Module und Dünnschichtmodule. Während erstere in Sachen Leistungsfähigkeit und Lebensdauer bessere Ergebnisse liefern, zeichnen sich letztere durch niedrigere Kosten aus. Ebenfalls wichtig ist der Wirkungsgrad des Wechselrichters. Er legt fest, wie viel der aufgenommenen Sonnenenergie in Solarstrom umgewandelt werden kann und hat damit großen Einfluss auf den letztlichen Ertrag.

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