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Netzgebühren: Haushalte zahlen mehr als acht Milliarden Euro

29.03.2016 | Energienachrichten

Die Durchleitung des Stroms treibt die Energiekosten für private Haushalte in Deutschland immer stärker in die Höhe. Inzwischen machen die Netzgebühren für den Stromtransport ein Viertel des Strompreises für Privatverbraucher aus - Tendenz weiterhin steigend. Nach aktuellen Berechnungen sind die Netzkosten im Verlauf der letzten fünf Jahre im bundesweiten Schnitt um 17 Prozent gestiegen. In diesem Jahr belaufen sie sich für die Gesamtheit der deutschen Stromkunden auf mehr als acht Milliarden Euro.

Im Jahr 2011 lag der Anteil der Netzgebühren am Strompreis noch um durchschnittlich 17 Prozent unter dem derzeitigen Niveau. Wie viel Strom die privaten Haushalte im laufenden Jahr verbrauchen werden, steht zwar noch nicht fest, auf Basis der vergangenen Jahre kann jedoch von etwa 130 Terawattstunden ausgegangen werden. Bei durchschnittlichen Netzgebühren von knapp 6,6 Cent pro Kilowattstunde würden sich die Kosten auf einen neuen Netto-Rekordwert von rund 8,5 Milliarden Euro belaufen. Auf den gesamten Strompreis, also auch die Netzkosten, wird anschließend noch die Mehrwertsteuer von 19 Prozent erhoben.

Regional tun sich zum Teil große Unterschiede im Hinblick auf die Höhe der konkreten Netzentgelte auf. Auch ein klares Ost-West-Gefälle ist dabei ersichtlich: Bereits seit Jahren werden im Osten Deutschlands die höchsten Netzgebühren angesetzt. Allerdings: Ost und West bewegen sich inzwischen zumindest ein wenig aufeinander zu. Betrug die Preisdifferenz vor fünf Jahren noch 27 Prozent, liegen die Netzgebühren im Osten derzeit noch um 20 Prozent über dem Niveau in Westdeutschland.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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